Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag steigert Gesamtumsatz

Donnerstag, 22. April 1999

Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 245,4 Millionen Mark im Jahr 1998 konnte die Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag sich gegenüber dem Vorjahr nochmals um 4,2 Prozent verbessern. Die Umsatzrendite nach Steuern betrug 1998 vier Prozent. Wie Peter Ruß, Mitglied der Geschäftsführung, bei der Vorlage der Jahresbilanz erläuterte, gab es auch bei den Anzeigenumsätzen Verbesserungen: "Sie erhöhten sich in Deutschland um 4,9 Prozent auf 139,9 Millionen Mark und sind prozentual etwas stärker als die Vertriebserlöse." Darüber hinaus stehe der Verlag, so Ruß, mit erheblichen Investitionen sowie verfeinerten Marketing - und EDV-Techniken in permanentem Kontakt mit den vielfältigen Leserzielgruppen. Auch die ausländischen Verlagstöchter, die mit 18,2 Prozent am Gesamtumsatz beteiligt sind, entwickelten sich sehr erfreulich. Hier lag die Wachstumsrate mit 44,6 Millionen Mark um 5,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Kräftiges Wachstum aber auch bei HORIZONT. Die Fachzeitung für Marketing, Werbung und Medien konnte ihren Umsatz in vergangenen Jahr nochmals um 7,5 Prozent auf 20,1 Millionen Mark nach oben schrauben. Insgesamt betrug der Umsatz dieses Geschäftsbereiches inklusive aller Sonderveröffentlichungen (HORIZONT Productions sowie Seminare und Veranstaltungen) im zurückliegenden Jahr 22,7 Millionen Mark, ein Plus von 6,1 Prozent. Im Bereich Textil und Mode (unter anderem "Textilwirtschaft") betrug der Umsatz 78,2 Millionen Mark, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine kräftige Progression verzeichneten auch die Publikationen für das Segment Ernährungswirtschaft ("Lebensmittel-Zeitung") - hier kam der Verlag auf einen Umsatz von 76,5 Millionen Mark; dies entspricht einer Steigerung von 4,1 Prozent. Auch in den Bereichen Gastronomie, Messen und Ausstellungen und Agrarwirtschaft erwirtschaftete der Deutsche Fachverlag durchweg Umsatzzuwächse. Mit HORIZONT, der "Lebensmittel-Zeitung" und der "Textil-Wirtschaft" ist der Verlag darüber hinaus unter den Top 10 Fachzeitschriften in Deutschland (nach Brutto-Anzeigenumsatz) vertreten. Auch nach dem Tod der Hauptgesellschafterin Eva Lorch im Februar dieses Jahres wird der DFV im ausschließlichen Besitz der Familie Lorch bleiben. Darauf verwies der Sprecher der Geschäftsführung Klaus Kottmeier: "Mit dem Eintritt der nunmehr dritten Generation ist die Unabhängigkeit des Verlages von anderen Gruppierungen auch für die Zukunft gesichert. Diese Unabhängigkeit ist die Garantie für die verlegerische Freiheit und unerläßlich für die weitere Expansion der Gruppe." Im ersten Quartal 1999 zeichnet sich dabei eine Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung des Verlages ab. Demzufolge liegt das Wachstum derzeit bei fünf Prozent.
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