Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag schreibt trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen

Dienstag, 07. Mai 2002

Die Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag hat sich mit ihren rund 95 Fachtiteln im zurückliegenden Geschäftsjahr bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung gut behauptet - trotz des schwierigen wirtschaftlichen Marktumfelds. Der Gesamtumsatz belief sich 2001 auf 133,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Boomjahr 2000 entspricht dies einem Rückgang von 5,1 Prozent. Im Vergleich zu 1999 übertrafen die Frankfurter ihren Gesamtumsatz sogar um 2,6 Millionen Euro.

Die Erlöse aus dem Anzeigengeschäft sind um insgesamt 8,7 Prozent auf 93,9 Millionen Euro zurückgegangen. Das Vertriebsgeschäft blieb dagegen stabil: Die Erlöse hieraus machen mit rund 26 Millionen Euro über 20 Prozent der Gesamterlöse aus. Der Umsatz im Onlinegeschäft aller Bereiche betrug 2001 rund 2,1 Millionen Euro. Bei den Auslandstöchtern, die knapp 20 Prozent des Gruppenumsatzes ausmachen, ging der Gesamtumsatz im letzten Jahr leicht um 2,6 Prozent auf 26,3 Millionen Euro zurück. Mehr als die Hälfte davon erwirtschafteten die Tochtergesellschaften in Österreich (11,8 Millionen Euro) und Italien (4,6 Millionen Euro).

Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes wird von den drei größten Titeln der Gruppe - "Lebensmittel Zeitung", "Textil Wirtschaft" und "Horizont" erwirtschaftet. Sie zählen zu den zehn umsatzstärksten deutschen Fachzeitschriften. Die Titel konnten 2001 ihre Marktstellung behaupten, blieben aber vom rückläufigen Anzeigengeschäft nicht verschont. So erwirtschaftete die "Lebensmittel Zeitung" einen Umsatz von 26,3 Millionen Euro, was einem Minus von 6,1 Prozent entspricht. Einen Umsatzrückgang von 10,4 Prozent auf 23,3 Millionen Euro verzeichnet die "Textilwirtschaft". Die Fachzeitung "Horizont" kommt auf 11,6 Millionen Euro, was einem Rückgang von 21,1 Prozent entspricht.

Demgegenüber haben sich der Bereich Fleischfachzeitschriften sowie der M+A Verlag mit Umsatzzuwächsen gegen den Trend entwickeln können. Trotz der insgesamt nicht befriedigenden Entwicklung der Erlöse will die Verlagsgruppe nach Worten von Klaus Kottmeier, Sprecher der Geschäftsführung, an ihrer "aktiven Investitionspolitik festhalten". Dazu gehört auch die Aufstockung der Anteile am Verlag Recht und Wirtschaft auf bis zu 100 Prozent. Derzeit hält das Frankfurter Verlagshaus 30 Prozent. Ziel ist es, in diesem Jahr den Vorjahresumsatz zu erreichen. "Die Ergebnissituation soll dabei jedoch verbessert werden", erklärt Geschäftsführer Peter Ruß. Weitere Informationen zum Deutschen Fachverlag gibt es unter dem überarbeiteten Internetauftritt www.dfv.de.
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