Verlage ziehen Gebote für Immobilienscout 24 zurück

Dienstag, 06. März 2007
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Nach Axel Springer ist nun auch das Konsortium aus dem Holtzbrinck-Konzern und dem Burda Verlag aus dem Bietverfahren um das Onlineportal Immobilienscout 24 ausgestiegen. Damit hätten sich alle interessierten Medienunternehmen zurückgezogen. Im Rennen sollen nun noch drei Finanzinvestoren sein. Während Hubert Burda Media auf HORIZONT-Anfrage keine Stellung nehmen will, hat der Holtzbrinck-Konzern den Rückzug bereits bestätigt. "Wir akzeptieren die starken Rechte der Telekom", heißt es beim Verlag. Der Bonner Telefonkonzern hält über die Scout24-Holding 33,1 Prozent an dem Immobilenportal und genießt weitreichende Veto- und Vorkaufsrechte - darunter das Recht, den Verkauf an einen Wettbewerber der Scout-Gruppe abzulehnen. Ein Problem für alle Medienkonzerne, die Online-Angebote im Bereich Immobilen-, Gebrauchtwagen- oder Stellenanzeigen in ihrem Portfolio haben.

Die "FTD" greift Mutmaßungen auf, dass es zwischen der Telekom und Axel Springer, der bereits vergangene Woche sein Gebot zurückgezogen hatte, zu einer Verständigung gekommen sei. So könnte die Telekom die ausstehenden Anteile erwerben und dann die gesamte Gruppe an den Verlag verkaufen. stu/mh
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