Verlage und Grosso-Verband demonstrieren Eintracht

Mittwoch, 25. März 2009
Der Bundesverband Presse-Grosso und die verlegerverbände haben sich zusammengerauft
Der Bundesverband Presse-Grosso und die verlegerverbände haben sich zusammengerauft

Die Verlegerverbände BDZV und VDZ und der Bundesverband Presse-Grosso demonstrieren Geschlossenheit. Sie haben ihr Bekenntnis zur "Gemeinsamen Erklärung" aus dem Jahr 2004 erneuert. Diese sieht Regelungen wie Neutralitätsgebot, Dispositionsrecht, Remissionsrecht, Preisbindung und Verwendungsbindung vor. Das Alleinauslieferungsrecht der Grossisten in ihrem Gebiet werde von den Verlagen weiterhin als die wirtschaftlich effizienteste Konsequenz aus den Grundprinzipien des Grosso-Systems gesehen, heißt es in einer Mitteilung. Der Verbände bekennen sich "uneingeschränkt" zum Grosso-System.

Anlass für die Erneuerung war ein gemeinsames Gespräch, zu dem die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geladen hatten. In den vergangenen Monaten hatten Grosso-Verband und Verlage mit harten Bandagen über Rabatte verhandelt. Von „Irritationen in den vergangenen Wochen", sprechen die Verbände. Mittlerweile haben sich die meisten Großverlage mit dem Presse-Grosso geeinigt.

Eine Einigung mit der Bauer Media Group, die drei norddeutschen Grossisten gekündigt hat, steht offenbar weiterhin aus. Was die monierten Kündigungen betrifft, führte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner aus, dass diese derzeit Gegenstand gerichtlicher Verfahren seien und deshalb nicht im Detail erörtert wurden. Im übrigen seien Grossisten auch nach dem Wortlaut der Gemeinsamen Erklärung unter den dort genannten Vorraussetzungen kündbar. se
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