Verlage geben Print auf Grosso-Jahresversammlung gute Chancen

Mittwoch, 15. September 1999

Mit einem Plädoyer für den verlegerischen Unternehmergeist, die journalistische Kreativität und schnellere Distributionswege begann in Baden-Baden die Pressegrosso-Jahresversammlung. Die Vertreter der Verlage, darunter VDZ-Präsident Hubert Burda, Gruner + Jahr-Chef Gerd Schulte-Hillen sowie Axel-Springer-Vorstand Claus Larass, blickten optimistisch in die Zukunft: Zusätzliche Informationskanäle wie Internet und TV hätten beim Publikum nicht zu einer Abkehr vom gedruckten Wort geführt, sondern vielmehr den Bedarf an weiterführenden Informationen über Printprodukte noch verstärkt. "Das Primat liegt bei den Journalisten", so Hubert Burda. Zugleich seien im derzeitigen sensiblen Konjunkturklima die Preisspannen gerade bei den höherpreisigen Titeln an ihre Grenzen gestoßen. Das Experiment der kostenlosen Sonntagszeitungen, vom Grosso erneut als kontraproduktiv kritisiert, wird fortgeführt. Im Namen der Verleger dankte VDZ-Präsident Hubert Burda dem langjährigen Pressegrosso-Vorsitzenden Eberhard Nolte, der nicht mehr kandidieren wird, für seine 25jähriger Tätigkeit. Er habe mitgeholfen, den deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt zum leistungsstärksten der Welt zu machen.
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