Verlag Rubens übernimmt Lokalteile der "Westfälischen Rundschau"

Dienstag, 04. Juni 2013
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Lokalteil Rundschau Mediengruppe Verlag WAZ Unna Fröndenberg


Die Funke Mediengruppe ("WAZ") hat mehrere Ausgaben der "Westfälischen Rundschau" (WR) an den Verlag Rubens verkauft. Rückwirkend zum 1. Mai gehen die Lokalteile Unna, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen und Bergkamen in den Besitz des Unnaer Familienunternehmens über, das den "Hellweger Anzeiger" herausgibt. Für die rund 8000 Abonnenten der betroffenen WR-Ausgaben ändert sich nach Verlagsangaben nichts. Der Mantelteil wird weiterhin vom Content-Desk der Essener Mediengruppe geliefert, die Lokalseiten liefert die Redaktion des "Hellweger Anzeigers" zu. Ähnlich gestalten die Häuser die Aufteilung in der Vermarktung: Überregional kümmert sich weiterhin Funke um den Anzeigen- und Beilagenverkauf, lokal übernehmen die neuen Eigentümer.

Eine Kooperation für die lokalen Inhalte haben die beiden Häuser bereits Anfang des Jahres geschlossen, als die Funke Mediengruppe die Redaktion der defizitären "WR" komplett aufgelöst hat. Das rigorose Vorgehen der Essener hatte damals für lang anhaltende Kritik von Politik und Gewerkschaften gesorgt, und auch jetzt meldet sich der Deutsche Journalisten-Verband NRW zu Wort. Gegenüber Newsroom.de kritisierte Geschäftsführerin Anja Zimmer das Vorgehen der Funke Gruppe und ruft angesichts der Kooperation nach den Kartellbehörden. Der Verlag Rubens betont dagegen, dass beide Zeitungen mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten die vielfältigen Bedürfnisse im Lesermarkt bedienen sollen. kl
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