Verkaufsgerüchte um Netscape

Freitag, 06. Februar 1998

Das für seine Internet-Browser-Software bekannte US-Unternehmen Netscape will sich entweder teilweise oder vollständig zum Verkauf anbieten. Das geht aus einem Bericht des "Wall Street Journal" hervor. Als mögliche Verhandlungspartner wurden America Online (AOL), Sun Microsystems, Oracle und IBM genannt. Bei den Gesprächen gehe es um mögliche Vereinbarungen zu Teil-Investitionen bis hin zur kompletten Übernahme. Danach soll beispielsweise AOL erwägen, die Netscape-Website zu übernehmen. Hintergrund der Verkaufsgerüchte sind die überraschend hohen Netscape-Verluste 1997. Anfang des Jahresgaben die Manager des bislang erfolgreichen Unternehmens bekannt, daß sich die Einbußen im Vorjahrauf eine Höhe von bis zu 117 Millionen Dollar belaufen. Das schlechte Ergebnis hatte unter anderemzu einer veränderten Vermarktungsstrategie für den Internet-Browser Navigator und Communicator geführt. Danach bietet Netscape sein Produkt künftig nicht nur wie schon Erzrivale Microsoft seinen Internet Explorer kostenlos an, sondern gibt zudem den üblicherweise unter Software-Anwendern hochgeschützten Quellcode preis. Jeder Kunde kann somit mit dem nötigen Sachverstand die Anwendung beliebig verändern.
Infolinks:
Netscape, Financial Times, News.Com: Netscapes wilder Ritt, HORIZONT.NET-Forum
Meist gelesen
stats