Verkauf SV geht in die nächste Phase

Mittwoch, 22. August 2007

Die Verkaufsverhandlungen um die Mehrheit von 62,5 Prozent am Süddeutschen Verlag (SV) kommen in Gang. Derzeit sondiert der mit dem Verkauf beauftragte Credit Suisse potenzielle Käufer. Beim SV streiten die Gesellschafter seit Monaten über den Anteilsverkauf. Vier von fünf Alteignern wollen ihre Anteile veräußern. In einem ersten Schritt wurden rund 30 Unternehmen per Brief aufgefordert, ihr Kaufinteresse zu signalisieren, erst daraufhin erhalten sie umfassendere Informationen, um ein Angebot zu formulieren. Als Interessenten kommen Zeitungsverlage wie M. DuMont Schauberg, WAZ und Holtzbrinck infrage, aber auch Private Equity Unternehmen. Der Kaufpreis soll bei rund einer Milliarde Euro liegen.

Dabei besitzt die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), die 18,75 Prozent der Anteile hält, ein Vorkaufsrecht. Zum Zug kommt die SWMH jedoch nur, wenn sie mindestens genauso viel zahlt wie der Höchstbietende. Das Geld benötigt der SV etwa, um Online-Projekte und die seit langem geplante Sonntagszeitung zu realisieren.

Laut den Verkaufswilligen haben die Nicht-Verkaufswilligen, die Familie Friedmann und die SWMH, kein Veto-Recht. Bis Ende des Jahres wird mit einer Entscheidung für einen Käufer gerechnet. se

Meist gelesen
stats