Vergabe der TV-Gelder: Bundesliga beschließt neuen Verteilerschlüssel

Mittwoch, 14. November 2012
Die Bundesliga erlöst künftig 628 Millionen Euro pro Saison
Die Bundesliga erlöst künftig 628 Millionen Euro pro Saison

Die Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga werden ab der Saison 2013/14 deutlich höhere TV-Gelder einstreichen, pro Jahr im Schnitt 628 Millionen Euro. Der Ligavorstand hat deswegen nun einen neuen Verteilerschlüssel beschlossen, nach dem die Einnahmen vergeben werden: Die Vereine der 1. Bundesliga erhalten künftig 80 Prozent der Gelder, an die Clubs der 2. Bundesliga werden 20 Prozent ausgeschüttet (Bisher: 79:21). Unverändert bleiben die Verteilungs-Kriterien. Diese heißen weiterhin Leistungsprinzip und Solidarität. Sprich: Sportlich erfolgreiche Vereine erhalten mehr Geld, der Solidargedanke soll jedoch ein allzu großes Gefälle verhindern. So bewegen sich die Ausschüttungen in der 1. Bundesliga zwischen maximal 5,8 Prozent für den Erstplatzierten und mindestens 2,9 Prozent für den Verein, der auf Platz 18 steht. In der 2. Bundesliga liegt dieses Verhältnis bei 2,25 Prozent (Platz 1) und einem Prozent (Platz 18). Grundlage sind - und das ist neu - jeweils die Abschlusstabellen der vergangenen vier Spielzeiten sowie die aktuelle Saison. Das soll den Clubs größere Planungsicherheit erlauben.

Die Pläne für den Verteilerschlüssel waren bereits im Vorfeld an die Öffentlichkeit gesickert - und auf Kritik gestoßen. Hans-Joachim Watzke etwa, Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund, hatte angeregt, auch Faktoren wie die Sympathiewerte eines Vereins in die Verteilung einzubeziehen. Und Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen sagte gegenüber "Sport Bild Plus": "Gäbe es kein TV-Geld, wäre die Eintracht ein Big Player. Wenn es mehr TV-Geld gibt, sinken unsere Chancen, weiter nach oben zu steigen. Weil die Klubs, die über uns stehen, mehr von dem Mehr bekommen als wir als 15. des Rankings mehr kriegen." ire
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