Verband der Kundenzeitschriften will Branche professionalisieren

Montag, 27. September 1999

Mit einem klaren Bekenntnis zu eigenständigem journalistischen Profil und mehr Branchentransparenz ging die erste Hauptversammlung des Corporate-Publishing-Verbandes am Freitagabend in München zu Ende. Nach Gründung des Verbandes im Mai sind von den 26 Mitgliedsverlagen bereits erste Schritte unternommen worden, um das Leistungspotenzial dieser Zeitschriftengattung an die Unternehmen und Werbungtreibenden zu kommunizieren. Im Bereich des Gattungsmarketings gibt es nach Angaben des Verbandes auch Überlegungen, mit dem Verband der Zeitschriftenverleger, VDZ, zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus werden sich einzelne Arbeitsgemeinschaften auch mit Fragestellungen zur Qualifizierung und Leistungsmessung der Kundenmagazine befassen: "Diese sollen verbindliche Kriterien für ein CP-Gütesiegel erarbeiten. Das Kriterium für eine Aufnahme in unseren Verband ist dabei nicht die Größe, sondern die journalistische Qualität", meinte der CP-Vorstandsvorsitzende Manfred Hasenbeck. Ein anderer Arbeitskreis arbeitet darüber hinaus an der ISO-Zertifizierung der Verlage. Fortschritte gebe es auch bei den Verhandlungen mit den Allensbacher Demoskopen, die die regelmäßige Erhebung von Leserschaftsdaten und Wirkungsanalysen zum Ziel haben. Bereits jetzt verfügt der Verband über eine im August/ September erhobene repräsentative Studie, die sich mit der Entwicklung der Kundenzeitschriften im Bereich Consumer, Business-to-Business und der Top-500-Unternehmen befasst. Längerfristig möchte der Verband auch für junge Unternehmen, die noch nicht als Vollmitglied organisiert sind, ein eigenes Panel einrichten. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerverbänden intensiviert werden.
Meist gelesen
stats