VW fordert stärkere Kontrolle

Donnerstag, 07. Oktober 1999
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Wenige Tage nach dem der "Stern TV"-Bericht über Web-Anzeigen auf Kinderporno-Sites bemühen sich die Beteiligten um Schadensbegrenzung. Betroffene Unternehmen, allen voran der Volkswagen-Konzern, kündigen eine konzertierte Aktion gegen Banner-Missbrauch an. "Volkswagen wird ab sofort Schaltungen von Bannern nur noch in einem klar kontrollierbaren redaktionellen Umfeld wahrnehmen. Sollte das nicht möglich sein, werden wir auf Bannerwerbung verzichten", so die Kritik von Rolf Dielenschneider, Leiter Marktkommunikation bei VW. Der Wolfsburger Automobilkonzern will zusammen mit der Postbank und der Deutschen Bank 24 dafür sorgen, dass dem "Missbrauch von Bannern" ein Riegel vorgeschoben wird.

Derweil geht der im Rahmen des Skandals heftig unter Beschuss gekommene Vermarkter Werbung im Netz in die Offensive. In Zusammenarbeit mit der Online-Anbietervereinigung und der Software Perkeo hat Werbung im Netz eine Initiative ins Leben gerufen, die durch ein Regelwerk verhindern soll, dass Online-Werbung durch technische Manipulation missbräuchlich auf Internetangebote gelenkt wird, die nicht gebucht worden sind. Im Rahmen der Clean-Content-Initiative will sich Werbung im Netz einschließlich der Vermarktungspartner an den Codex der Initiative halten. Werbung im Netz war in der vergangenen Woche heftig unter Kritik geraten, nachdem Werbebanner von renommierten Unternehmen im Umfeld kinderpornographischer Websites aufgetauchten.

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