VPRT und ANGA fordern gemeinsam Freiräume für Kanalbelegungen

Freitag, 30. Oktober 1998

Vertreter des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und des Verbands Privater Kabelnetzbetreiber (ANGA) haben sich bei einer Anhörung der Rundfunkkommission der Länder in Mainz gemeinsam gegen die von den Ländern beabsichtigte Regulierung der digitalen Kanalbelegungen ausgesprochen. Sie forderten statt dessen weitgehende Gestaltungsspielräume für die Kabelanlagenbetreiber,die durch eine Beschränkung der öffentlich-rechtlichen Programme erreicht werden sollen. Die Bundesländer planen für die Novelle des Rundfunkstaatsvertrags, bei der Verteilung der digitalen Kabelkapazitäten die Belegung von zehn Kanälen (etwa 60 bis 120 Programme) für sogenannte Must-Carry-Angebote verbindlich vorzuschreiben. VPRT und ANGA sehen dagegen die Deregulierung der derzeitigen Kabelbelegungsvorschriften als "unabdingbare Voraussetzung" für die Realisierung neuer Marktmodelle und für den Ausbau der Programmvielfalt in Deutschland. Beide Verbände wollen auch künftig ihre Interessen gemeinsam vertreten.
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