VPRT trauert Entscheidungskompetenz unabhängiger Kommission nach

Mittwoch, 07. Mai 2008
Gibt nach: VPRT-Chef Jürgen Doetz
Gibt nach: VPRT-Chef Jürgen Doetz

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) will die Entscheidungskompetenz darüber, welche Angebote der öffentlich-rechtlichen Anstalten künftig zugelassen werden, nicht bei einer unabhängigen Kommission ansiedeln, sondern in den Gremien belassen. "Wir haben akzeptiert, dass es bei der Letztverantwortung der Gremien bleiben soll, obwohl vieles für eine unabhängige Kommission gesprochen hätte", sagte VPRT-Präsident Jürgen Doetz beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. Ende Februar hatte der VPRT einen eigenen Vorschlag für den von der EU-Kommission geforderten so genannten Public Value Test vorgelegt. ARD und ZDF wehren sich seither dagegen, die Entscheidung über neue Angebote aus ihren eigenen Gremien heraus, in unabhängige Hände zu legen. 

An der Forderung, ein Anhörungsrecht für Marktteilnehmer zu installieren sowie bei der Entscheidung über ein neues Angebot auch unabhängige Gutachten zu berücksichtigen, hält der Verband weiter fest.
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