VPRT protestiert gegen die Abschaltung der Sonderkanäle im Kabel

Montag, 27. Juli 1998

Die Räumung der Sonderkanäle im Kabel und damit der Verlust der Reichweite in potentiell mehr als21 Millionen Haushalten bedeutet laut dem Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) das Aus für viele private Programmanbieter. Der VPRT richtet sich gegen das Vorgehen der Regulierungsbehörde für Telekommuniktion und Post, die die Entscheidung offenbar "ohne vorherige Gespräche" (VPRT) mit den Betroffenen in ihrem Amtsblatt veröffentlicht hat. Die Regulierungsbehörde will mit der Abschaltung die Sicherheitsfunkdienste wie den Flugfunk sichern, der durch die Sonderkanäle, so Pressesprecher Harald Dörr, nachhaltig beeinflußt wird: "Wenn Störungen vor Ort auftreten, werden wir handeln." Gespräche mit den Landesmedienanstalten seien ergebnislos verlaufen. Mit Abschaltungen ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Der VPRT fordert Kompromißlösungen und hat der Regulierungsbehörde einen Maßnahmenkatalog mit Lösungsansätzen vorgeschlagen.
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