VPRT fordert liberalen Ordnungsrahmen

Freitag, 05. November 1999

VPRT-Präsident Jürgen Doetz hat für den privaten Rundfunk in Deutschland einen liberalen Ordnungsrahmen gefordert. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes in Hamburg erklärte Doetz, ein neuer Mediendienste-Staatsvertrag, der auch den privaten Rundfunk mit einbezieht, müsse die Rundfunkstaatsverträge ablösen. Die geltenden Rundfunkstaatsverträge benachteiligten den privaten Rundfunk und entsprächen nicht mehr den Marktrealitäten. So nutzten beispielsweise viele Rundfunkunternehmen verstärkt das Internet für ihre Angebote, ohne dass es für die Mediendienste eine Sonderregulierung gebe, wie dies beim privaten Rundfunk der Fall sei. Dies führe zu eindeutigen Wettbewerbsverzerrungen. Aus Sicht des VPRT soll der künftige Regulierungsrahmen ein neuer Mediendienste-Staatsvertrag sein, in den alle privaten elektronischen Medienangebote einbezogen und als Mediendienste definiert werden.
Meist gelesen
stats