VPRT fordert erneut Reform des Rundfunksystems

Freitag, 06. Juni 2003

Die von NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück vorgeschlagene Strukturdebatte über das Rundfunksystem sind für den Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ein positives Signal für eine ordnungspolitische Reform des dualen Systems. Aus diesem Grund hat der VPRT erneut auf die Notwendigkeit einer Neuordnung des Rundfunksystems hingewiesen.

Die privaten Veranstalter fordern schon seit einiger Zeit die Schaffung einer Medienstrukturkommission. Darin sollen Vertreter der Länder sowie der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter vor allem die Auftragsdefinition des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überdenken und zum Beispiel eine Begrenzung der Online-Angebote von ARD und ZDF auf programmbezogene Aktivitäten in Erwägung ziehen. Die "Lösungsvorschläge sollten die Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht in Frage stellen, dürfen jedoch andererseits die strukturelle Schieflage zulasten der privaten Anbieter nicht außer Acht lassen", sagt der Präsident des VPRT Jürgen Doetz.

Der VPRT begrüßte die von Steinbrück in seinen "Sechs Thesen zum Rundfunk" geäußerte Forderung nach einem Abbau von Werbebeschränkungen in privaten Programmen. Zudem hat der Verband die Zweifel des Politikers an der Notwendigkeit eines öffentlich-rechtlichen Sponsoring nach 20 Uhr positiv aufgenommen. nr
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