VPRT fordert DAB-Moratorium

Montag, 29. Juni 1998

Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) fordert ein Moratorium für den Startdes Regelbetriebs des Radio-Sendestandards Digital Audio Broadcasting (DAB). Die aus Sicht des VPRT verfrühte Einführung von DAB verursache dem privaten Hörfunk zusätzliche Übertragungskosten in Höhe von 50 bis 75 Millionen Mark im Jahr, ohne daß eine Möglichkeit der Refinanzierung erkennbar sei, erklärte Hans-Dieter Hillmoth, der Vizepräsident und Hörfunkvorsitzender des VPRT. Sollte das Moratorium politisch nicht durchsetzbar sein, müßten Bund und Länder, neben den zusätzlichen Gebührenmitteln für die Öffentlich-Rechtlichen, zumindest die Kosten für den Sendenetzbetrieb der privaten DAB-Programme zunächst für vier Jahre übernehmen. Nach Einschätzung Hillmoths kann DAB erst dann einErfolg werden, wenn es gelingt, die Frequenzengpässe zu überwinden und das vertraute UKW-Programm im DAB-Sendespektrum abzubilden. Selbst dann werde die Marktdurchsetzung 15 bis 20 Jahre dauern.
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