VPRT-Studie: Einnahmen und Frequenzen ungleich verteilt

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) stellt in einer Studie die "Schieflage im deutschen Radiosystem" dar. Einnahmen, Frequenzen und Sendeleistungen seien "gravierend ungleich zugunsten der ARD" verteilt, so das Studienfazit. Während der öffentlich-rechtliche Hörfunk aus Gebühren und Werbung über 3,2 Milliarden Euro erziele, nehme das private Radio lediglich 642 Millionen Euro ein. Die öffentlich-rechtlichen Radios verfügten über die rund dreifache Sendeleistung wie die privaten in Deutschland sowie über eine erheblich höhere Kabel- und Satellitenreichweite, kommt das von der Arbeitsgruppe Kommunikationsforschung in München erstellte Papier zum Schluss. "Vor diesem Hintergrund ist eine pauschale 50 zu 50 Verteilung der digitalen Frequenzen zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen nicht akzeptabel", so Hans-Dieter Hillmoth, Vizepräsident und Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste im VPRT. gen
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