VPRT-Prognose: TV und Radio legen 2012 zu

Dienstag, 23. Oktober 2012
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Nach dem Verlegerverband VDZ präsentiert heute auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) seine Prognose für 2012. Demnach wird TV-Werbung dieses Jahr um 1,5 Prozent zulegen, Radio um 2 Prozent. Teleshopping steigert den Umsatz um 5 Prozent, Pay-TV und bezahlte Video-on-Demand-Inhalte um 12 Prozent. Die Prognosen des VPRT, die der Verband erst seit 2010 veröffentlicht, haben bislang die tatsächliche Umsatzentwicklung recht gut widergespiegelt. Sie entspricht zudem bei Radio und TV den Einschätzungen, die einige Vermarkter in den vergangenen Monaten gegenüber HORIZONT.NET abgegeben haben. Das wichtige 4. Quartal fängt jedoch gerade erst an.

Für Radio bedeutet dies, dass der Nettowerbeumsatz auf 723 Millionen Euro steigt, der von TV auf 4,04 Milliarden Euro. Auch für Online gibt der VPRT eine Marktprognose ab. Der Umsatz mit Display-Werbung laut ZAW 2011 rund 990 Millionen Euro - wird um 8 Prozent steigen auf dann 1,07 Milliarden Euro. Die deutliche Differenz zur heute ebenfalls veröffentlichten Prognose von PwC erklärt sich durch unterschiedliche Rechenmodelle.

Für 2013 rechnet der VPRT in allen Marktsegmenten mit weiteren Steigerungen. Vor allem die onlinebasierten Angebote sowie Pay-TV werden stark steigen.

Über allem schwebt jedoch die unsichere konjunkturelle Entwicklung. Euro- und Schuldenkrise können auch das deutsche Werbegeschäft in Mitleidenschaft ziehen. Bislang sind die Vermarkter jedoch eher zuversichtlich. Die Jahresgespräche für 2013, die allerdings erst am Anfang stehen, verlaufen dem Vernehmen nach ordentlich an. pap
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