VPRT: Internet-Gebühren für öffentlich-rechtliche Sender sind und bleiben unnötig

Dienstag, 03. Juli 2001

Auf wenig Gegenliebe bei den Privatsendern stößt der jüngste Vorstoß der schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Heide Simonis, mit der Neufassung des Rundfunkstaatsvertrages ab 2005 eine Gebühr für öffentlich-rechtliche Online-Angebote einzuführen. Marcus Englert, Vorsitzender des Fachbereichs Multimedia beim Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) bezeichnete eine Internet-Gebühr als "unnötig und schädlich".

Bevor die Politik wieder über mehr Geld für die Rundfunkanstalten nachdenke, solle sie erst einmal den öffentlich-rechtlichen Auftrag konkret definieren, so Englert. Nach Ansicht des VPRT ist eine öffentlich-rechtliche Grundversorgung im Internet unnötig, da es in diesem Bereich weder Mangel an Übertragungswegen noch Defizite für die Meinungsvielfalt gebe. Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten in der Vergangenheit mehrfach gefordert, das Internet als dritte Säule neben Fernsehen und Hörfunk anzuerkennen.
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