VDZ und BDZV treten Deutscher Content Allianz bei

Donnerstag, 26. April 2012
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Die Deutsche Content Allianz bekommt prominenten Zuwachs: Zum Tag des geistigen Eigentums haben der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverlage (BDZV) ihren Beitritt zu dem Content-Bündnis verkündet. Auch der Verband Deutscher Drehbuchautoren ist ab sofort Mitglied der Deutschen Content Allianz. Das vor rund einem Jahr gegründete Bündnis setzt sich für den Schutz medialer Inhalte und der Urheberrechte in der digitalen Welt ein. Weitere  Mitglieder sind ARD und ZDF, der Privatsenderverband VPRT, die Produzentenallianz, die GEMA, der Spitzenverband der Deutschen Filmindustrie SPIO, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Bundesverband Musikindustrie.

"Die Verlegerverbände haben das Ziel der Deutschen Content Allianz, den Wert medialer und kreativer Inhalte sowie den Schutz geistigen Eigentums stärker in den Fokus der gesellschaftspolitischen Debatte zu rücken, von Anfang an mit unterstützt. Wir freuen uns nicht zuletzt mit Blick auf einen geschlossenen Auftritt deshalb sehr über die nun erfolgte Erweiterung unseres Kreises", kommentiert VPRT-Präsident Jürgen Doetz.

Bei einem Pressegespräch in Berlin betonte der neue VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer die Notwendigkeit einheitlicher Rahmenbedingungen: Zeitgemäße, ordnungspolitische Rahmenbedingungen sind unabdingbar, um ein 'level playing field' sicherzustellen. Dafür steht die geplante Neuordnung des europäischen Datenschutzes, soweit sie das schon heute strenge europäische Recht ausnahmslos auf außereuropäische Unternehmen anwenden will, um ungerechtfertigte Vorteile aus niedrigeren Schutzstandards wie in den USA abzubauen", betonte Scherzer.

Auf der anderen Seite würde das neue EU-Datenschutzrecht den Verlagen hierzulande neue Steine in den Weg legen. Dies sei nicht akzeptabel. "Das erfolgreiche digitale Geschäft vieler deutscher Medien- und Dienstleistungsunternehmen kann durch falsche politische Weichenstellungen schnell und nachhaltig beschädigt werden", mahnte Scherzer die Politik.

Der BDZV versucht zudem, mit einem launigen Internetvideo bei Youtube auf die Problematik des Leistungsschutzrechts für Verlage aufmerksam zu machen. Bislang allerdings noch mit bescheidenem Erfolg: Gerade einmal 20 User haben den Film bislang angeklickt (Stand: Donnerstag, 11 Uhr). dh
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