VDZ rechnet 2005 mit stabilen Anzeigenerlösen / Vorstand warnt vor Agenturkonzentration

Mittwoch, 03. November 2004
Warnt vor Agenturkonzentration: Seikel
Warnt vor Agenturkonzentration: Seikel

Der Verband VDZ rechnet im kommenden Jahr mit einem stabilen Anzeigenmarkt. Nach 3 schwierigen Jahren mit rückläufigen Umsätzen habe sich der Markt leicht erholt. Allerdings sei der Preisdruck auch bei den Publikumszeitschriften extrem hoch. Von 4,7 Prozent plus bei den Brutto-Werbeerlösen in den ersten 9 Monaten 2004 bliebe netto nur die Preissteigerungsrate in der Kasse der Publikumsverlage, sagte Karl Dietrich Seikel, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags und Vorstandvorsitzender der Publikumszeitschriften im VDZ auf der Generalversammlung in Berlin. Seikel: "Da gibt es eine erhebliche Differenz und die ist in den vergangenen Jahren gewachsen."

An die Kartellbehörden appellierte Seikel, die jüngsten Zusammenschlüsse seitens der Mediaagenturen zu untersagen "und die Gefahren zu großer Einkaufsmacht zu erkennen". VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner kritisierte die geplante Lockerung der Pressefusionskontrolle für Zeitungsverlage. Zwar sei man grundsätzlich für eine behutsame Liberalisierung, doch dürfe es keine einseitige Strukturhilfe für Zeitungen geben. Fürstner: "Der VDZ wird sich mit allen Mitteln gegen die Einführung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft zu Lasten der Zeitschriften wehren." he
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