VDZ kritisiert erneut Online-Angebote von ARD und ZDF

Freitag, 23. Mai 2003

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) kämpft weiter gegen die Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender. Die Internetdienste von ARD und ZDF, so erklärte der Verband am heutigen Freitag in Berlin, stünden vielfach im Wettbewerb mit Angeboten von Zeitschriftenverlagen. Diese könnten jedoch im Gegensatz zu den Sendern nicht auf Gebührengelder zurückgreifen. Dies führe in Teilmärkten zu spürbaren Wettbewerbsverzerrungen.

Vor der am Montag stattfindenden Konferenz der Ministerpräsidenten forderte der VDZ die Bundesländer daher auf, im Zuge der geplanten Novelle des Rundfunkstaatsvertrages die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF deutlich einzugrenzen. "Wir fordern, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk nur Online-Dienste mit programmbezogenem Inhalt anbieten darf, sofern diese zur Erfüllung der Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch erforderlich sind", so VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Neben dem VDZ hatte kürzlich auch der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) seine kritische Position betont - mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission in Brüssel. kj

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