VDZ kritisiert Datenschutznovelle

Dienstag, 09. Dezember 2008
Kämpft für die Interessen der Verlage: Christoph Fiedler
Kämpft für die Interessen der Verlage: Christoph Fiedler

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) kritisiert die Neufassung des Datenschutzgesetzes. Auf der morgigen Sitzung des Bundeskabinetts soll darüber entschieden werden, ob Zeitschriften und Zeitungen weiterhin Daten für den Adresshandel und die Leserwerbung benutzen dürfen oder nur dann, wenn der Betroffene seine Einwilligung gegeben hat. Davon ausgenommen allerdings sollen Werbesendungen von Spendenorganisationen sein. Der VDZ fürchtet deutliche Probleme bei der Neukunden-Werbung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Aboauflage. „Die Finanzierung der Pressevielfalt in Deutschland beruht nicht auf staatlichen Zwangsgebühren, sondern darauf, dass Verlage Presse im freien Markt erforderlich verkaufen und dass die Politik die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen sichert", erklärt Christoph Fiedler, Leiter Medienpolitik im VDZ.

Der VDZ betont, dass ein Anschreiben für eine vorherige Zustimmung nicht praktikabel sein und verlangt das die Presse, ebenso wie die Spendenorganisationen, von dem Verbot ausgenommen zu werden. HOR
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