VDZ-Zeitschriftentage: Michael Ringier fordert "journalistisches Edelmetall"

Donnerstag, 18. November 2010
Michael Ringier plädiert für "journalistisches Edelmetall"
Michael Ringier plädiert für "journalistisches Edelmetall"

Glaubt man den Worten der Redner bei den VDZ-Zeitschriftentagen in Berlin ist das Medium Print noch lange nicht tot. Unter dem Motto "Print is back" machte VDZ Präsident Hubert Burda deutlich, dass das Verlagsgeschäft die Krise gut überstanden habe und im Kern gesund sei. "Das Vertriebsgeschäft ist stabil, und die Anzeigenumsätze wachsen wieder." Der Verwaltungsratspräsident der Ringier Holding, Michael Ringier, plädierte in seinem Vortrag "Neue Chancen für Verleger in der globalen Welt" dafür, den Journalismus in den Verlagen zu stärken: "Inhalte bleiben noch für viele Jahre unser Geschäft. Wir erreichen Millionen, weil wir Inhalte verkaufen, die wir den Journalisten verdanken. Wir brauchen journalistisches Edelmetall." Als kleinen Seitenhieb auf die Gattung Online merkte er an, dass es den Schrott im Internet gebe.

Gregor Vogelsang von Booz & Company, der die neue Studie "Differentiate or Die" vorstellte, sieht große, vor allem inhaltliche Stärken der Verlage. Sie hätten sich konjunkturell erholt und befänden sich jetzt in einer Phase, in der es gelte, Claims abzustecken. Die Branche müsse sich ihrem Wert entsprechend verkaufen. Sie liefere hervorragende journalistische Produkte, für die sie auch angemessene Preise fordern müsse. Bodenhaftung sei wichtig, starke Marken gingen nicht unter. bn
Meist gelesen
stats