VDZ Zeitschriftentage: Angela Merkel stärkt Verlegern den Rücken

Freitag, 16. November 2007

Die Internetoffensive der öffentlich-rechtlichen Sender war auch beim zweiten Veranstaltungstag der VDZ Zeitschriftentage ein zentrales Diskussionsthema. VDZ-Präsident Hubert Burda erklärte, er suche eine "konstruktive Auseinandersetzung" mit ARD und ZDF: "Aber der Vorstoß der beiden Sender hat nichts mehr mit dem Prinzip der Grundversorgung zu tun." In Zeiten der digitalen Revolution sei es beim Thema Gebührenfinanzierung notwendig, über neue Wege nachzudenken. Unterstützende Worte gab es von Bundeskanzlerin Angela Merkel: In ihrer Key Note erklärte sie, dass Verlage angesichts der veränderten Wettbewerbssituation im Internet nicht diskriminiert werden dürften. Der Grundversorgungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen habe nur dann seine Gültigkeit wenn "ein repräsentativer Teil der Bevölkerung davon erreicht werde".

Als weiteres Thema standen Gratiszeitungen im Mittelpunkt der Diskussionen. Zu den Absichten der Deutschen Post im Markt für Gratiszeitungen äußerte sich Post-Chef Klaus Zumwinkel zurückhaltend: Verlage und Post seien aufeinander angewiesen. Zugleich betonte er, die Post sei kein Verleger und können keinen Content produzieren, sondern verstehe sich auf den Vertrieb. Führende Zeitungsmacher beobachten die Entwicklung im Markt aufmerksam: "Jeder Tag ohne Gratiszeitungen ist ein guter Tag", sagt Claus Strunz, Chefredakteur der "Bild am Sonntag". Für den Ernstfall habe man jedoch entsprechende Konzepte parat. se

Meist gelesen
stats