VDZ-Zeitschriftentage: Ad Impact Monitor kommt später - vielleicht

Dienstag, 17. November 2009
"Print wirkt" - das Kernmotto des VDZ
"Print wirkt" - das Kernmotto des VDZ

Die Zeitschriftenverleger und ihr Verband VDZ verschieben die Entscheidung über ihre Marktforschungsoffensive „Ad Impact Monitor" (AIM): Nicht wie geplant in diesen Novembertagen wollen die Verlage über die Einführung von AIM befinden, sondern erst Ende März. Dies wurde im Rahmen der VDZ-Zeitschriftentage in Berlin bekannt. Die kommenden vier Monate würden als "Optimierungsphase" genutzt, sagte ein Verlagsverantwortlicher gegenüber HORIZONT.NET. Dafür soll ein weiterer sechsstelliger Betrag in das Projekt gesteckt werden.

Schon bisher hatten Verlage und VDZ pro Jahr einen mittleren einstelligen Millionbetrag für AIM reserviert. Mit dem Projekt wollen die Zeitschriftenhäuser beweisen, dass und wie Printwerbung wirkt. Bisher 15 Verlage haben sich zusammengerauft und wollen AIM als permanentes Reporting auf die Beine stellen, um den Rückstand gegenüber TV und Online beim Nachweis von Werbewirkung aufzuholen.

Die Elemente der neuen Dateninitiative: Messung der Heftnutzung mittels Funkchips (RFID), standardisierte Copytests zur Anzeigennutzung/-wirkung sowie Trackings crossmedialer Kampagnen. Die ersten Reaktionen von Mediaagenturen und Werbungtreibenden waren recht positiv, auch wenn noch nicht jedes der drei Tools gleichermaßen überzeugen konnte.

Die Fortsetzung von AIM im Regelbetrieb - bisher firmiert das Projekt als Testlauf - hängt auch von der Frage ab, inwieweit das Instrument nicht nur die inter-, sondern auch die intramediale Transparenz erhöht. Sprich: Die Werbeleistung einzelner Titel dürfte vergleichbarer werden, und das könnte nicht jedem Verlag gefallen. Insofern ist die Zustimmung der VDZ-Gremien zu AIM auch eine innenpolitische Frage. rp
Meist gelesen
stats