VDZ: Mit Kampagne und Zeitschriftenmesse gegen den Leserschwund

Donnerstag, 13. April 2006

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) geht im kommenden Jahr neue Wege, um das Image von Zeitschriften im Lesermarkt zu verbessern: Ab 2007 will der Berliner Verband sowohl eine Werbekampagne starten als auch eine eigene Verbrauchermesse etablieren. "Wir wollen die Gattung Zeitschrift besonders bei jungen Zielgruppen stärker ins Gespräch bringen", sagt "Spiegel"-Verlagsleiter Matthias Schmolz in seiner Funktion als Sprecher der Projektgruppe Gattungsmarketing, die der VDZ-Arbeitskreis Pressemarkt Vertrieb im Herbst vergangenen Jahres aufgestellt hat. Das dringlichste Ziel dieser verlagsübergreifenden Offensive ist es, den jahrelangen freien Fall der Einzelverkäufe zu stoppen und damit die Gesamtauflage der Publikumstitel zu stabilisieren.

In den kommenden Wochen arbeitet der VDZ mit dem Presse-Grosso ein Briefing aus; im Frühsommer will man ausgewählte Agenturen zum Pitch einladen. Parallel dazu eruiert der VDZ ein zweites Projekt: eine Zeitschriftenmesse, die Verlage, Redaktionen, Pressehandel und ein breites Publikum zusammenbringen soll. Vorbilder sind die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig - zwar nicht in dieser Dimension, aber vom Ansatz her. rp

Mehr zur geplanten Kampagne, der Messe und den Zielen des VDZ in der HORIZONT-Ausgabe 15/2006, die am Donnerstag erscheint.

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