VDZ-Kongress: Mobile wird zur nächsten großen Herausforderung

Mittwoch, 04. März 2009

Noch rätseln die meisten Verlage über Internet-Geschäftsmodelle, mit denen sie mehr als ein paar „lousy pennies" (VDZ-Präsident Hubert Burda) verdienen können, da wartet schon die nächste Hürde auf die Contentproduzenten. „Mobile wird für die Medienhäuser die nächste große Herausforderung", ermahnt Stephan Scherzer, Senior Vice President IDG („CIO", „Computerwoche", „PC Online") auf dem 2. Tag des Digital Innovator's Summit des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger. Scherzer, beim Multmedia-Haus IDG unter anderem für die Online-Strategie zuständig, kritisiert, dass viele Medienhäuser nach wie vor nicht in der Lage seien, schnell genug auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren: „Print ist nicht tot, aber man sollte damit aufhören, den vergangenen Zeiten hinterher zu trauern. Print ändert seine Rolle, und damit müssen sich die Verleger radikaler als bislang auseinandersetzten."

Verlage, die entsprechende Managementstrukturen schaffen und stärker datenbankgestütztes Business etablieren, seien in der Lage, mit technikgetriebenen Mitbewerbern zu konkurrieren. Scherzer: „Verlage konkurrieren nicht nur mit anderen Verlagen, sondern mit E-Commerce-Firmen, aber auch Software-Firmen." Aus diesem Grund müssten sich auch die Berufsverständnis in den Medienhäusern radikal ändern: „Software-Entwickler sind bei IDG genaus wichtig wie Journalisten." vs
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