VDZ-Anzeigenstatistik: Das Minus-Virus grassiert weiter

Dienstag, 27. Februar 2001

Die Anzeigenstatistik des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) entwickelt sich zusehends zum Schlechtwetterbericht. Mit am stärksten betroffen sind nach wie vor die aktuellen Zeitschriften und Magazine, bei denen der "Stern" 26 Prozent weniger Anzeigenseiten führte als in den ersten Ausgaben des vergangenen Jahres. In absoluten Zahlen wird die Zeitschrift nur noch von "Focus" getoppt, der mit minus 217,5 Seiten den höchsten absoluten Rückgang des Segments aufweist. Der "Spiegel" muss einen Verlust von 16,6 Prozent hinnehmen. Insgesamt beträgt das Minus im Segment "Aktuelle Zeitschriften" bei insgesamt rund 4015 Anzeigenseiten im Januar und Februar 2001 im Vergkeich zum Vorjahreszeitraum 16,65 Prozent.

Aber auch andere Zeitschriftensegmente geraten weiter unter Druck. Die Programmpresse meldet ein Anzeigenminus von rund 12,8 Prozent und kommt somit auf rund 2230 Anzeigenseiten. Die wöchentlichen Frauentitel büßten rund 6 Prozent ein (2403 Anzeigenseiten), die 14-täglichen Frauentitel sogar 17 Prozent (rund 1186 Anzeigenseiten.

Im Segment Lifestyle/Stadtmagazine beträgt das Minus rund 14,3 Prozent, Anzeigen in EDV-Titeln gingen um über 19 Prozent zurück. Selbst die erfolgsverwöhnte Wirtschaftspresse muss einen Anzeigenrückgang von rund 8,5 Prozent melden. Verlagsmanager sind sich nicht mehr sicher, dass die schlechte Entwicklung im März ein Ende haben wird.

Der Pleitegeier kreist tiefer
Zeitschriftensegment*

Anzeigenseiten
Jan.-Feb.

Ver
Meist gelesen
stats