VA listet Crossmedia-Reichweiten von zehn Zeitungen / Frieden an der Forscherfront

Mittwoch, 11. Mai 2011
ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe
ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe

Sechs neue sind dabei. Die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) nennt die regionalen Tageszeitungen, die ab Herbst 2011 eine kombinierte Print-/Online-Reichweite auf Basis der Verbraucher-Analyse (VA) ausweisen: „Neue Presse"/„Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Madsack), „Rhein-Main-Presse" (Verlagsgruppe Rhein Main), „Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (Dierichs), „Kölner Stadtanzeiger"/„Kölnische Rundschau" und „Express" (M. DuMont Schauberg) und „Stuttgarter Zeitung"/„Stuttgarter Nachrichten". Axel Springers „Hamburger Abendblatt" und „Berliner Morgenpost" sowie „WAZ" und „Rheinische Post" haben in der VA schon bisher ihre Online-Reichweiten ausgewiesen. Hintergrund: Seit 2009 fragt die VA neben Print auch die Nutzung der großen Websites ab - und errechnet die (Netto-)Reichweiten von über 40 Medienmarken, inklusive der Nur-Print-, Nur-Online- und der Doppelnutzer. Und für die VA 2011 werden bekanntlich zusätzlich über 50 Sites regionaler Tageszeitungen erhoben und als Gesamtwert gezählt. Größere Titel und Kombinationen können sich dann gegen Kostenbeteiligung auch einzeln ausweisen lassen - siehe oben.

Die ersehnten Crossmedia-Markenreichweiten: Hier liegen sie schon vor. Allerdings nur Print/Online und nur auf Werbeträgerbasis - und damit für die Mediaplanung allein nur bedingt, das heißt als Ergänzung, verwendbar. Aber immerhin: „Mithilfe der Crossmedia-Reichweiten sind wir in der Lage, unseren Anzeigenkunden erstmals detaillierte Hintergrundinformationen für crossmediale Kampagnen in Print- und Online-Zeitungen anzubieten", erklärt Oliver Nothelfer von der WAZ Mediengruppe. Außerdem wird erstmals die Tageszeitungskombi des Onlinevermarkters OMS in der VA 2011 erfasst.

Die neuen Reichweitendaten der VA seien methodisch an die MA Online der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) angepasst, so dass hierbei keine neue Währung entstehe, betont die ZMG. Hintergrund dieser Information: Im Rahmen der selbstbewussten Ankündigung der VA-Crossmedia-Pläne durch die ZMG hatte es kleinere Zwistigkeiten mit der AG.MA gegeben, die sich für Währungsfragen verantwortlich fühlt (HORIZONT 6 und 10/2011).

Hartmut Krause-Solberg vereint alles in sich. Er ist Leiter Datenanalyse bei Axel Springer (der Verlag ist neben Bauer Herausgeber der VA), forscht auch in der AG.MA mit und sagt: „Die Crossmedia-Reichweiten bieten in Verbindung mit den vielfältigen Produkt- und Zielgruppeninformationen der VA eine ausgezeichnete Planungsgrundlage und sind damit eine praxisnahe Ergänzung zu den währungsgebenden Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse." Und ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe ergänzt: „Wir bieten über die VA einen Orientierungswert für die Wechselwirkungen zwischen Print- und Online-Zeitungen", als ersten wichtiger Schritt in Richtung Transparenz für Werbekunden. rp
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