Uwe Vorkötter tritt offenbar als Chef von "Berliner Zeitung" und "FR" ab

Donnerstag, 31. Mai 2012
Uwe Vorkötter tritt offenbar als Chefredakteur ab
Uwe Vorkötter tritt offenbar als Chefredakteur ab

Uwe Vorkötter gibt offenbar seinen Posten als Chefredakteur der "Berliner Zeitung" und der "Frankfurter Rundschau" ab. Allerdings soll der 58-Jährige andere Aufgaben beim Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) übernehmen, berichtet der Mediendienst Kress unter Berufung auf Unternehmenskreise. Warum Vorkötter seine Posten in Berlin und Frankfurt aufgibt, ist unklar. Bei M. DuMont Schauberg heißt es auf Anfrage lediglich: Kein Kommentar. Vorkötter ist seit 2006 Chefredakteur der kriselnden "Frankfurter Rundschau", nach der Übernahme des Berliner Verlags durch MDS übernahm er 2009 zusätzlich die Chefredaktion der "Berliner Zeitung", die er zuvor bereits von 2002 bis 2006 führte.

Zuletzt trieb Vorkötter die Zusammenarbeit von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" weiter voran - bedingt vor allem durch die schwierige wirtschaftliche Situation der "Frankfurter Rundschau", die nach wie vor hohe Verluste einfährt. So werden die überregionalen Seiten der "FR" seit 2001 von einer Gemeinschaftredaktion in Berlin produziert.

Auch wenn der Wechsel Vorkötters noch nicht bestätigt ist, wird bereits über mögliche Nachfolger spekuliert. Vorkötter war bislang Primus inter Pares der dreiköpfigen Chefredaktion von "FR" und "BZ". Künftig soll es laut Kress wieder für jede Zeitung einen Chefredakteur geben. In Berlin scheint Brigitte Fehrle, die derzeit die MDS-Gemeinschaftredaktion leitet, die logische Nachfolgerin für den Chefredakteursposten zu sein. In Frankfurt könnte entweder Rouven Schellenberger, der von Frankfurt aus die digitalen Produkte der beiden Titel verantwortet, Arnd Festerling, FR-Redaktionsleiter für Regionales und Lokales die Chefredaktion übernehmen.

An der grundsätzlichen Konstruktion mit einer Gemeinschaftsredaktion in Berlin, die die Mantelteile für beide Zeitungen produziert, dürfte sich schon aus Kostenzwängen aber wohl nichts ändern - unabhängig von den künftigen Köpfen an der Spitze von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau". dh
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