Unternehmensberater empfehlen harte Einschnitte beim Süddeutschen Verlag

Montag, 20. Januar 2003

Die Krise des Süddeutschen Verlags, der im vergangenen Jahr rund 73 Millionen Euro Verlust gemacht hat, erfordert noch härtere Einschnitte als bisher angenommen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" hat die Unternehmensberatung Roland Berger ein Gutachten vorgelegt, in dem weitere Entlassungen und die Schließung von Verlustbringern empfohlen werden.

Die Maßnahmen sollen ermöglichen, dass in diesem Jahr ein Gewinn von 41 Millionen Euro, statt des vorgeplanten Verlusts von 20 Millionen Euro anfällt. Dafür sollen laut dem im "Focus" zitierten Berger-Papier die NRW-Regionalausgabe der "SZ" ebenso gestrichen werden wie die "Wochenendbeilage" und das "SZ-Magazin". Zudem sollen über den bis 2004 geplanten Abbau von 295 Mitarbeitern hinaus 322 zusätzliche Stellen im Verlag gestrichen werden.
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