Unternehmen sind bei Social Media-Monitoring zurückhaltend

Donnerstag, 19. Mai 2011
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Monitoring Faktenkontor Kommunikationsberatung Facebook


Die meisten Unternehmen betreiben bislang kein systematisches Monitoring im Social Web. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der DPA-Tochter News Aktuell und der Kommunikationsberatung Faktenkontor. Für die Studie hatten News Aktuell und Faktenkontor 5.120 Vertreter aus Redaktionen, Pressestellen und PR-Agenturen befragt. Fast drei Viertel der Teilnehmer gaben an, komplett auf die Beobachtung sozialer Netzwerke zu verzichten. Und das, obwohl ebenso viele es für wichtig bis sehr wichtig halten, genau darüber informiert zu sein, was in sozialen Netzwerken über sie geredet wird. Immerhin 30 Prozent aller Pressestellen und jede fünfte PR-Agentur nutzt kostenfreie Monitoring-Tools, um sich wenigstens einen groben Überblick über die Stimmungslage zu verschaffen. Auf kostenpflichtige Software setzen ledilgich fünf Prozent aller PR-Fachleute.

Laut der Studie wird sich daran auch nicht allzu viel ändern: Zwei Drittel aller Unternehmenssprecher zögert, eine professionelle Monitoring-Software einzukaufen oder auf einen externen Anbieter zu setzen. Nur jede zehnte Pressestelle nimmt das Thema sehr ernst und plant Investitionen in diesem Bereich. Aktuell geben Unternehmen maximal 500 Euro im Monat für die Beobachtung des Web 2.0 aus.

Auch was die eigenen Aktivitäten auf Facebook und Co. angeht, haben die meisten Unternehmen Nachholbedarf: Umfangreiches Monitoring von Social Media Aktivitäten führt bisher kaum ein Unternehmen durch. Nur 79 Prozent aller befragten Pressestellen und 78 Prozent der PR-Agenturen verlassen sich auf rein quantitative Auswertungen, bei denen die tatsächliche Wirkung der Social Maßnahmen verborgen bleibt. ire

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