Unsicherheit: Weiterhin schwache Anzeigenumsätze

Montag, 03. März 2003

Die deutschen Publikumszeitschriften leiden weiter unter der schwachen Anzeigenkonjunktur, die in einzelnen Branchen wie der Tourismus-Industrie durch einen drohenden Irak-Krieg zusätzliche Verluste erfährt. Auch neue Vertragsklauseln der Vermarkter wie kurzfristige Stornierungsoptionen der Kunden, haben den Negativtrend in der Zentralen Anzeigenstatistik (ZAS) noch nicht brechen können. Für die ersten beiden Monate liegen die Anzeigenumsätze bei vielen Titeln deutlich unter dem Vorjahreszeitraum.

Der "Spiegel" muss in den ersten acht Wochen ein Minus von 29,6 Prozent verbuchen, der "Focus" liegt 21,9 Prozent unter Vorjahr und auch der "Stern" kann sich mit einem Rückgang von 16,3 Prozent dem Trend nicht entscheidend entziehen. Noch heftiger erwischt es einige Programmies: Allen voran die "Funk Uhr", die mit 49,2 Prozent deutliche Blessuren davonträgt. Auch der Wochenklassiker "TV Hören und Sehen" liegt mit 32,9 Prozent signifikant unter Vorjahr, und selbst "TV Spielfilm" hat 32,4 Prozent weniger Anzeigenseiten im Heft als noch im Januar/Februar 2002. nr
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