Unruhe bei der Verlagsgruppe Handelsblatt

Freitag, 28. September 2001

Angesichts des unverändert problematischen konjunkturellen Gesamtumfelds und des schwachen Werbemarkts scheint nun auch die Verlagsgruppe Handelsblatt (unter anderem "Handelsblatt", "Wirtschaftswoche", "Telebörse", "DM Euro") vor einschneidenden Sparmaßnahmen zu stehen. Auf der heutigen Betriebsversammlung hat das Unternehmen seine Mitarbeiter darüber informiert, dass 10 Prozent der Belegschaft abgebaut werden müssen. Dies entspricht einem Volumen von 150 Stellen.

Von der Maßnahme sollen alle Objekte des Düsseldorfer Verlagshauses betroffen sein. Der Personal-Abbau wird, so heißt es, möglichst sozialverträglich durchgeführt. Neben dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld dürfte nicht zuletzt auch das mit großem Ehrgeiz betriebene Zeitschriftenprojekt "Wirtschaftswoche E-Business", das nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen werden musste, die Verlagskasse überproportional belastet haben.
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