Universal bezeichnet Milliarden-Klage Kirchs als "Töricht und Absurd"

Mittwoch, 22. Dezember 1999
Themenseiten zu diesem Artikel:

Kirch-Gruppe


Das US-Filmstudio MCA/Universal hat die Vorwürfe der Münchner Kirch-Gruppe zurückgewiesen, weniger Filme als vertraglich vereinbart zu liefern. Außerdem kritisierte Kirch, dass MCA/Universal sich in jüngster Zeit auf die Produktion von Sitcoms und Wrestling-Shows für den konzerneigenen TV-Sender Universal Pictures Network (UPN) konzentriere. Diese Programme seien im europäischen Markt nicht massentauglich. Für das Filmstudio ist diese Kritik nur ein Vorwand: Die von der Kirch- Gruppe in der vergangenen Woche eingereichte Klage auf zwei Milliarden Dollar Schadensersatz sei lediglich ein Versuch Kirchs, den 1996 geschlossenen Vertrag zu beenden. Der Vertrag sieht außer den Filmlieferungen Universals an Premiere auch vor, dass Kirch zwei Bezahlkanäle des Hollywood-Studios in sein Basisangebot aufnimmt und die Abonnement-Erlöse daraus an Universal zahlt. Damit kann Universal seinen Suspense-Spartenkanal 13th Street zu wesentlich profitableren Bedingungen betreiben als andere Drittanbieter auf Kirchs Pay-TV-Bouquet Premiere World.
Meist gelesen
stats