Universal-Chefin Behrends über ARD und ZDF: "Die äffen doch nur nach"

Dienstag, 03. Juli 2012
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Ganz schön vom Leder zieht Katharina Behrends, Chefin von Universal Networks Germany, in einem "Taz"-Interview. Tenor: Bezahlfernsehen boomt, den Öffentlich-Rechtlichen fällt nichts mehr ein. Universal Networks International Germany heißt die Marke, unter deren Dach NBC seine Pay-TV-Sender 13th Street Universal, Syfy sowie Biography und History steuert. Im Mai veröffentlichte der Sender erstmals seine Einschaltquoten, Anlaß für die 43-jährige Deutschland-Chefin, den „Taz"-Lesern Pay-TV à la Universal Networks schmackhaft zu machen.

„Pay-TV ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen", beschreibt Juristin Behrends die TV-Landschaft in Deutschland. NBC Universal sei auf „einem guten Weg", profitabel zu werden. Behrends: „Vor allen Dingen investieren wir weiter in unsere Sender, in Programm und Marke, um unsere führende Position nicht nur zu verteidigen, sondern auch auszubauen."

Führende Position? Es kann nie schaden, über eine gehörige Portion Selbstbewusstsein zu verfügen. „Navy CIS" auf 13th Street kann schon mal 200.000 Zuschauer erreichen. Die Sender haben nach Universal-Aussage 5 Millionen Zuschauer abonniert, die Hälfte davon kommt nicht über Pay-TV-Marktführer Sky. Und über die Öffentlich-Rechtlichen sagt Katharina Behrends: "Aber die äffen doch nur nach, die sind doch null kreativ." Selbst ZDFneo-Talker Benjamin Stuckrad-Barre, ergänzt die ehemalige MTV-Managerin Behrends, "lief vor Jahren schon bei MTV. Die haben nichts Eigenes entwickelt." vs
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