United Internet legt weiter zu / Adlink-Verkauf vom Tisch

Donnerstag, 25. März 2004

Für United Internet war das Geschäftsjahr 2003 ein Jahr des Wachstums. Wie die Holding von Unternehmen wie GMX, 1&1 Internet und Schlund+Partner am heutigen Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mitteilte, kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um über 30 Prozent auf 415 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 34 Prozent auf 84,5 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte gar um 65 Prozent auf 64,8 Millionen Euro zu. "Wir konnten das beste Ergebnis in unserer 16-jährigen Firmengeschichte erzielen", kommentiert Ralph Dommermuth, Vorstand bei United Internet, die Bilanz.

Wachstumsmotor war vor allem das Produktgeschäft mit den Kernmarken 1&1, Schlund+Partner und GMX. Hier kletterte der Umsatz von 211 auf 293 Millionen Euro. Begründet wird das Plus vor allem mit der Entwicklung bei den kostenpflichtigen Kundenverträgen, deren Zahl 2003 von anfangs 2,1 Millionen auf 2,8 Millionen zulegte. Besonders stark trugen auch die Breitbandanschlüsse zum Wachstum bei: Die Zahl der DSL-Kunden konnte um 350.000 auf 650.000 gesteigert werden. "Damit surfen 65 Prozent unserer Kunden mit einem schnellen Breitbandanschluss", so Dommermuth.

In diesem Jahr steht bei United Internet unter anderem die Internationalisierung ganz oben auf der Agenda. Nachdem das Unternehmen bereits im Herbst 2003 den Markteintritt in den USA und Polen wagte, sollen nun in Kürze auch Österreich und Frankreich folgen. Entsprechend soll auch der Marketingetat in diesem Jahr angehoben werden. Zudem denkt das Unternehmen derzeit auch über neue Geschäftsmodelle in der Onlinevermarktung nach. Hintergrund ist die Beteiligung am Online-Vermarkter Adlink, an dem United Internet nun offenbar endgültig festhalten will: Zwar ist Finanzvorstand Norbert Lang mit den Adlink-Ergebnissen "noch nicht zufrieden". Dennoch ist ein Verkauf des Unternehmens laut Dommermuth vom Tisch. mas
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