Umsatzrückgang bei der DPA

Freitag, 27. Juni 2003

Die zuletzt bei den Zeitungsverlagen wegen ihres starren Tarifsystems in Kritik geratene Deutsche Presse Agentur musste im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatzrückgang um 0,4 Prozent auf 106,2 Millionen Euro hinnehmen. Auch der Jahresüberschuss nach Steuern lag mit 2,2 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (2,8 Millionen Euro). Auflagenrückgänge der Tageszeitungen und seit zehn Jahren stabile Preise bei der DPA hätten im Kerngeschäft zu sinkenden Einnahmen geführt. Alle Tochtergesellschaften hätten schwarze Zahlen geschrieben. Für 2003 wird ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

Ab Juli soll auch die Vermarktung von Fertigseiten dazu beitragen. Das neue Angebot beschränkt sich zunächst voraussichtich auf Wetter- und Ratgeberseiten. Mantel- und Regionalseiten sind nicht geplant. Zugleich steht die Agentur mit ihrem bisherigen Geschäftsmodell vor einem grundlegenden Richtungswechsel. Eine Strategiekommission soll in den kommenden Monaten Veränderungsvorschläge erarbeiten. Mit Beschlüssen rechnet Richtberg noch in diesem Jahr, spätestens Anfang 2004. Damit reagiert DPA auf die Kritik zahlreicher Tageszeitungen an den zu hohen Preise protestieren. Vor allem der Basisdienst, der nur als Gesamtpaket zu beziehen ist, soll künftig in Teilangebote verpackt werden. nr
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