Umsatzentwicklung von Bertelsmann stagniert

Mittwoch, 18. Januar 2012
Bertelsmann konnte von der robusten Wirtschaftsentwicklung 2011 offenbar nicht profitieren
Bertelsmann konnte von der robusten Wirtschaftsentwicklung 2011 offenbar nicht profitieren


Bertelsmann hat das Geschäftsjahr 2011 offenbar nur knapp über dem Vorjahresniveau abgeschlossen. Das berichtet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Berechnungen der Konzernbuchhaltung des Güterloher Medienkonzerns. So sei der Umsatz nur um etwa 2 Prozent auf auf rund 16 Milliarden Euro gestiegen (2010: 15,79 Milliarden), der Nettogewinn war mit 650 Millionen Euro sogar leicht rückläufig (2010: 656 Millionen). Das Finanzergebnis sei aufgrund der um 200 Millionen Euro gesunkenen Verbindlichkeiten aber spürbar besser als im Vorjahr, weiß das "Manager Magazin". Die Umsatzrendite liege weiterhin über 10 Prozent.

Noch sei das Zahlenwerk aber nicht endgültig fixiert, das im März offiziell vorgestellt wird. So könne es durch die Verkäufe des Buchclubgeschäfts in Frankreich und der TV-Beteiligungen in Griechenland noch zu geringfügigen Veränderungen kommen.

Die Ertragsperle des Konzerns, so viel steht zumindest fest, bleibt die RTL Group. Die TV-Gruppe hat den Umsatz demnach um 80 Millionen Euro auf 5,7 Milliarden Euro erhöht und das Operating Ebit bei 1,1 Milliarden Euro stabilisiert. Auch Arvato gehört offenbar zu den Gewinnern innerhalb des Konzerns: Die Dienstleistungssparte habe ihren Umsatz von 5,1 auf 5,35 Milliarden Euro gesteigert. Bei dem Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr und der Buchverlagsgruppe Random House sind die Erlöse dagegen offenbar zurückgegangen.  Bei Gruner + Jahr hängt der Umsatzrückgang aber vor allem mit der Übernahme der Druckereitochter Prinovis durch Arvato zusammen. Gruner + Jahr hat im November seine Anteile in Höhe von 37,45 Prozent an dem Druckunternehmen innerhalb des Konzerns an Arvato abgegeben. dh
Meist gelesen
stats