Umsatz von Lycos bricht ein

Dienstag, 28. Oktober 2008
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Der Internet-Portalbetreiber Lycos Europe kommt nicht auf die Beine. In den ersten neun Monaten des Jahres sackte der Umsatz um 20 Prozent auf 46,9 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum betrugen die Erlöse noch 58,4 Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich auf -19,9 Millionen Euro im Vergleich zu -12,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich bleibt ein Fehlbetrag von 17,1 Millionen Euro. Lycos versucht, mit Kosteneinsparungen auf die schlechte Geschäftsentwicklungen zu reagieren. Die betrieblichen Kosten wurden bereits um 5,3 Millionen Euro reduziert und sollen weiter gestrafft werden. Durch eine Produktoffensive soll der Traffic weiter stabilisiert werden. Zusammen mit der Einführung des Behavioural Trageting Tools Lycos Precision will das Unternehmen so die "Attraktivität der Lycos Sites für Werbepartner weiter erhöhen.

Über die Zukunft des Unternehmens, das seit Jahren operative Verluste einfährt, gibt es immer wieder Spekulationen. Die Hauptaktionäre Bertelsmann und die spanische Telefonica wollen Lycos verkaufen, finden aber offenbar keinen Abnehmer. Konkrete Gespräche mit AOL, Tomorrow Focus und United Internet blieben ergebnislos. Lycos Europe wird von Christoph Mohn geführt, einem Sohn der Bertelsmann-Eigentümerfamilie, der gleichzeitig auch Mitglied des Bertelsmann-Aufsichtsrats ist. dh
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