Umfrage: Zuschauer wollen weniger Talkshows im Ersten

Freitag, 27. April 2012
Die Talkmaster der ARD (Foto: ARD/Grob)
Die Talkmaster der ARD (Foto: ARD/Grob)


Die Diskussion um die Talkshows im Ersten bekommt neue Nahrung: Laut einer Umfrage im Auftrag des "Focus" ist nur eine verschwindend kleine Minderheit der Zuschauer für eine Beibehaltung aller fünf Talksendungen im Ersten. Nur drei Prozent der von TNS Emnid im Auftrag des "Focus" befragten Zuschauer waren der Meinung, dass alle ARD-Talkshows unverändert bestehen bleiben sollten. Am ehesten würden die Zuschauer auf "Beckmann" verzichten: 21 Prozent sagten, sie würden die Sendung mit Reinhold Beckmann am wenigsten vermissen. 17 Prozent würden "Anne Will" keine Träne hinterweinen, 16 Prozent könnten auf "Menschen bei Maischberger" verzichten. Am besten schneiden "Günther Jauch" und "Hart aber fair" mit Frank Plasberg ab: Diese beiden Sendungen halten nur jeweils 8 Prozent für verzichtbar.

Erst vergangene Woche hatte der WDR-Rundfunkrat ein "Zuviel des Gleichen" beklagt und eine Reduzierung der Talkshows im Ersten gefordert. Eine Lösung wäre nach Ansicht des Gremiums eine Rotation mehrerer Sendungen auf einem Programmplatz. ARD-Chefredakteur Thomas Baumann hat die Kritik zurückgewiesen und will an den fünf Gesprächssendungen festhalten. Vier von fünf Sendungen hätten seit der Programmreform Zuschauer hinzugewonnen, betonte er - außer "Beckmann". dh
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