Umfrage: Usability birgt Auftragspotenzial für Web-Agenturen

Mittwoch, 24. Juli 2002

Das Trendthema Usability bietet Web-Agenturen und Anbietern von Usability-Tests offenbar in Zukunft ein großes Auftragspotenzial. Eine Umfrage von Scoreberlin, einer Berliner Agentur für Internetberatung und digitale Kommunikation, zeigt, dass außer in der Handwerksbranche das Gros der 243 befragten Unternehmen zumindest etwas mit dem Begriff Usability anfangen kann. Gleichzeitig sind sich die befragten Entscheider einig, dass Usability-Massnahmen auf jeden Fall von Agenturen durchgeführt werden sollten.

Viel Geld wollen die Befragten allerdings für die Optimierung ihres Web-Angebots in punkto Usability nicht ausgeben: Über 74 Prozent gaben an, nicht mehr als 10 Prozent des Internetetats für Usability investieren zu wollen.

Mehr als 80 Prozent der Befragten setzten den Begriff Usability mit Nutzerfreundlichkeit gleich. Fast jeder Zweite versteht darunter die Optimierung des Web-Angebots, während nur 18,5 Prozent Qualitätssicherung damit verbinden. Unsicher sind die Entscheider über den Zeitpunkt und den Anlass für Usabilty-Maßnahmen. Etwa die Hälfte der Geschäftsführer oder Projektleiter plant sie nach der Konzeptionsphase oder vor dem Relaunch ein. Ein Drittel der Befragten setzt Usability-Maßnahmen allerdings erst nach dem Launch oder Relaunch der Website ein.

Als häufigste Gründe für den Einsatz der Usability-Massnahmen werden Nutzerfreundlichkeit (96 Prozent) und Optimierung der Site (70 Prozent) genannt. Kundennutzen und Kundenbindung werden meist außer Acht gelassen.
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