Umfrage: Ist Raab der richtige Moderator fürs Kanzlerduell?

Freitag, 15. Februar 2013
Stefan Raab darf beim Kanzlerduell mitmachen - und will das auch (Bild: Pro Sieben/Willi Weber)
Stefan Raab darf beim Kanzlerduell mitmachen - und will das auch (Bild: Pro Sieben/Willi Weber)


Peer Steinbrück gibt seinen Widerstand auf und wäre nun doch bereit zu einem Kanzlerduell mit Stefan Raab als Co-Moderator. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Doch der Kanzlerkandidat der SPD stellt Bedingungen. So fordert Steinbrück auch die Zustimmung seiner Gegnerin im TV-Duell, Kanzlerin Angela Merkel (CDU): "Wenn Angela Merkel ... auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen", sagte Steinbrück zur "Bild". Auf Seiten der Kanzlerin zeigt man sich offen: "Die Journalisten wurden immer von den Fernsehsendern ausgewählt und das sollte so bleiben", so Regierungssprecher Steffen Seibert. ARD und ZDF wollen sich laut "Bild" nicht in die Entscheidung von Pro Sieben einmischen.

Damit wäre der Weg zu einem Kanzlerduell mit Beteiligung Raabs eigentlich frei. Dass man gerne mit Raab ins Rennen gehen würde, hatte Pro Sieben bereits am Mittwoch gegenüber HORIZONT.NET bestätigt. Und auch der Entertainer hat mittlerweile seine Bereitschaft geäußert: "Ich bin an politischen Themen interessiert und mache deswegen ja auch nicht erst seit gestern politische Sendungen. Außerdem nehme ich gerne neue Herausforderungen an", so Raab in einem Interview mit DWDL".

Steinbrück äußert allerdings noch einen weiteren Wunsch: Der Spitzenkandidat der SPD hält zwei TV-Duelle für angemessen, "am besten eins mit privaten und eins mit öffentlich-rechtlichen Sendern." Die Moderatoren sollten jeweils von den Sendern vorgeschlagen werden.

Dieser Idee wiederum steht Merkel nicht aufgeschlossen gegenüber. Die Kanzlerin hatte zuletzt mitteilen lassen, sie sehe keinen Grund dafür, von der Tradition der vergangenen Wahlen abzurücken und zwei statt ein Duell im TV zu führen. Offenbar hat Steinbrück nun die Chance gewittert, mit der Forderung nach einem zweiten TV-Duell für jüngere Zuschauer auf der einen Seite Merkel aus der Reserve zu locken, und auf der anderen Seite selbst beim jungen Publikum zu punkten.

Das hatte Mitte der Woche noch ganz anders geklungen: In einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" hatte Steinbrück Raab als Co-Moderator des TV-Duells schlichtweg abgelehnt. Politik sei keine Unterhaltungssendung, sondern ein ernstes Geschäft, so Steinbrücks Begründung. Dafür hatte der Politiker herbe Kritik von Pro Sieben geerntet.

Nach "Bild"-Informationen soll das TV-Duell am 8. September steigen. Bei der ARD sei Anne Will die Favoritin, beim ZDF Maybrit Illner. RTL-Anchorman Peter Kloeppel gelte als gesetzt. ire
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