Umfrage: HORIZONT-Leser bewerten die besten Onlineshops

Donnerstag, 08. Oktober 2009
Michael Behrens
Michael Behrens

Emotionen für den Warenkorb: Mit aufwendigen Inszenierungen der Produkte und Angebote versuchen Onlineshops, das Einkaufserlebnis im Netz zu emotionalisieren. HORIZONT.NET befragte Experten, welcher Onlinehändler Ihnen mit seinem Markenauftritt besonders aufgefallen ist.

Michael Behrens, Geschäftsführer Jung von Matt/Next, Hamburg

Richtig spannend finde ich Polyvore.com. Hier mixt (und kauft!) die Community Fashionstyles aus den Shops vieler Anbieter. Entsprechender Sortimentsausbau vorausgesetzt könnte Polyvore im Web 2.0 das werden, was Amazon im Web 1.0 war: Leit- und Vorbild im E-Commerce-Sektor.

Weiter mit Sascha Freitag, Inhaber Onidea Agentur für neue Medien, Dortmund

Sascha Freitag, Inhaber Onidea Agentur für neue Medien, Dortmund

Sascha Freitag
Sascha Freitag
Beim Online-Shopping zeigt Branchenprimus Amazon wieder einmal, wohin die Reise geht. Neben der Möglichkeit, Rezensionen für einen Artikel zu schreiben, können Kunden zusätzlich private Fotodokumentationen zu einem Produkt hinterlegen und diese mit digitalen Notizen versehen. Amazon nutzt damit das „Mitmach Web" optimal, um eine emotionale Bindung zwischen sich und seinen Kunden zu schaffen und die Kundenloyalität zu erhöhen.

Weiter mit Andreas Schwend, Managing Partner dmc digital media center, Stuttgart

Andreas Schwend, Managing Partner dmc digital media center, Stuttgart

Andreas Schwend
Andreas Schwend
Da denke ich an www.rolf-benz.de. Der Möbelhändler hat es geschafft, dass der Konsument vom ersten Klick an abgeholt wird. Durch die emotionale Einstiegsseite und die detaillierte Produktinszenierung wird der Konsument sofort bezüglich der Funktion und Verwendung des Produktes sensibilisiert. Hochwertige Produktbilder, ein virtueller Planer, Aktion- sowie Funktionsleisten erleichtern das virtuelle Shoppen. In diesem Online-Shop stellt eine digitale Produktwelt in gewisser Weise eine Erlebniswelt dar. Da fühle ich mich wohl.

Weiter mit Christoph Kremers, Geschäftsführer Die Firma, Wiesbaden

Christoph Kremers, Geschäftsführer Die Firma, Wiesbaden

Christoph Kremers
Christoph Kremers
Den Trend zur Emotionalisierung in Onlineshops beobachten wir auch für den B-to-B-Sektor. Einfach nur präsent zu sein, reicht nicht aus. Für den Online-Shop heißt das auch für B-to-B, die Produkte nicht nur abzubilden, sondern erfahrbar zu präsentieren. Es gilt, ein Einkaufserlebnis mit Unterhaltung und Mehrwert zu schaffen und umfassende Informationen mit aktuellen Web-Technologien über Flash-Animationen und Bewegtbild zu transportieren. Der B-to-B-Shop unter Ratioform.de bewegt sich in diese Richtung, bietet aber noch Potenzial. Bei B-to-C fällt mir spontan Neckermann.de ein, wo den Kunden eine komplette Erlebniswelt geboten wird.

Weiter mit Henning Ehlert, Geschäftsführer JOM Jäschke Operational Media

Henning Ehlert, Geschäftsführer JOM Jäschke Operational Media, Hamburg

Henning Ehlert
Henning Ehlert
Kurz und knapp: keiner. Onlineshops wie Yalook.com erwecken zwar beim Start große Aufmerksamkeit durch eine innovative Produktdarstellung, jedoch geht diese im Zuge des laufenden Betriebs verloren. Hier zählt dann das Prinzip: Steigerung der Usabality durch Click and Buy. Diesen Konflikt aus unkompliziertem Absatz und den Versuch, eine Marke zu emotionalisieren, gilt es in Zukunft zu lösen.

Weiter mit Nicoletta Blaschke, Head of Marketing & Strategic Development A & H Germanic ACE European Group Limited, Frankfurt

Nicoletta Blaschke, Head of Marketing & Strategic Development A & H Germanic ACE European Group Limited, Frankfurt

Nicoletta Blaschke
Nicoletta Blaschke
Am beeindruckendsten für mich ist die Entwicklung von Amazon.de. Vom Bücher- und Musikversand hat sich der Online-Shop mittlerweile hin zum entspannten „Rund-um-Sorglos-Shopping-Erlebnis" gesteigert. Transparent und ansprechend sind sowohl das umfangreiche Produktangebot als auch optimale Bestell-, Service- und Retouren-Prozesse. Der Kunde wird nicht kurzfristig durch aggressive Animationen stimuliert, sondern die Emotiononalisierung erfolgt eher unaufdringlich und nachhaltig durch immer wieder positive Erlebnisse im gesamten
Prozess, vom Research über die Kaufentscheidung bis hin zum Erhalt der Ware.

Weiter mit Diana Degraa, Director Digital Media OMD, Düsseldorf

Diana Degraa, Director Digital Media OMD, Düsseldorf

Diana Degraa
Diana Degraa
Das Shoppen von Schuhen, Kleidung und Accessoires gibt es für mich nur live. Lästige Besorgungen von kleineren Garten- oder Haushalts-Geräten sowie Einkäufe für die Bücher- oder DVD-Sammlung erledige ich seit Jahren bei Amazon. Ein Shop muss seine Produkte inszenieren, nicht sich selbst. So etwas finde ich zum Beispiel immer wieder bei meinem Ideengeber für ausgefallene Geschenke: im Shop von Manufactum. Eine zurückgenommene Shopmarke präsentiert die „guten Dinge, die es noch gibt" im Katalogstil und bildet einen sauberen Bestell- und Lieferprozess ab. Was will man mehr?

Weiter mit Michael Frank, Geschäftsführer Plan.net, München

Michael Frank, Geschäftsführer Plan.net, München

Michael Frank
Michael Frank
Mittlerweile kann man eine ganze Reihe guter Onlineshops finden. Einfachheit, sinnvolle technische Features und hochwertige Produktinszenierungen machen dabei für mich einen guten Shop aus, wie etwa Cyberport.de, ein Shop für Elektronik, Technik und Multimedia. Im Bereich Mode überzeugt Stylebop.com durch innovative Produktdarstellungen, gutes Design und einem Content auf der Startseite, der im Charakter dem eines Hochglanzmagazins gleicht. Und ganz allgemein ist und bleibt sicherlich Amazon.de eine Benchmark, was Übersichtlichkeit, Struktur und angebundenes CRM betrifft.

Weiter mit Susanne Ackstaller, Inhaberin Textelle, Kirchdorf

Susanne Ackstaller, Inhaberin Textelle, Kirchdorf

Susanne Ackstaller
Susanne Ackstaller
Webauftritt und Onlineshop der schwedischen Designerin Gudrun Sjöden finde ich in ihrer Authentizität absolut gelungen: Farbig, üppig, anders - Gudrun Sjöden fängt ihre Besucher auch im Web mit allen Sinnen ein.

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