Umfrage: Diese Apps empfehlen Agenturchefs für den Sommerurlaub

Freitag, 20. Juli 2012
Katajoun Parandian-Kurz, Geschäftsführerin Triplesense
Katajoun Parandian-Kurz, Geschäftsführerin Triplesense

Auch wenn man es angesichts der aktuellen Temperaturen gar nicht so recht glauben mag: Die Mehrheit der Deutschen macht gerade Sommerurlaub. Immerhin: Die unzähligen Reise- und Gastroführer, Landkarten und sonstigen Ratgeber, mit denen man vor nicht allzu langer Zeit noch die Reisetaschen  und Handschuhfächer vollstopfte, kann man diesmal getrost zuhause lassen. Dank Steve Jobs gibt es inzwischen eine Vielzahl nützlicher Smartphone-Apps, auch für den Sommerurlaub. HORIZONT.NET stellt die Lieblings-Urlaubs-Apps einiger Agenturchefs vor.

Katajoun Parandian-Kurz, Geschäftsführerin Triplesense, Frankfurt, empfiehlt: Offmaps 2



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Offmaps 2 ist die ideale Ergänzung zum Reiseführer: Die Kartensuche zeigt auch ohne Webverbindung Sehenswürdigkeiten, Hotels, kulinarische Tipps und Infos zum öffentlichen Nahverkehr an.

Interessiert mich ein Restaurant in der Nähe, kann ich die Speisekarte, Preise oder Bewertungen ansehen. Außerdem kann ich Wikipedia-Artikel mit Fotos herunterladen und offline lesen. Und dank der Zusatzinformationen zu den Points of Interest wie Telefonnummer, Adresse, Internetadresse kann ich aus der App Konzertkarten für den Abend buchen.

Die App Offmaps 2 für iPhone oder iPad bietet beste Orientierung über hochauflösende Karten aus OpenStreetMaps zu Städten und Regionen im In- und Ausland. Die Karten lassen sich samt Routen für meine Lieblingsurlaubsziele speichern. Das Besondere: Ich muss die Karten nur einmal downloaden - und kann sie dann auch offline nutzen.

Andreas Gahlert, CEO von Razorfish Deutschland, empfiehlt: Windfinder

 
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Kein Urlaub ohne Kitesurfen. Daher ist die Windapp "Windfinder" unersetzlich. Wann geht der Wind los, wo ist die beste Windrichtung und wo die höchste Welle?

Die App liefert Echtzeit-Windwerte und manchmal auch Webcam Live Bilder und Filme, so dass man gar nicht mehr zum Strand fahren muss, um die Lage zu checken.

Familienprogramm und Ausflüge lassen sich da bequem je nach Windvorhersage planen.

Dirk Göbel, Managing Director bei Saatchi & Saatchi X, Frankfurt, empfiehlt: AdriaNautica

Dirk Göbel, Managing Director bei Saatchi & Saatchi X
Dirk Göbel, Managing Director bei Saatchi & Saatchi X


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Immer auf dem richtigen Kurs: Die kostenpflichtige App "AdriaNautica" ist eine pragmatische Hilfe, um beim Frühstück an Bord eines Segelschiffes einen ersten groben Plan für den Tag zu erstellen.

Hier findet der Adria-Kapitän alle wichtigen maritimen Informationen für die kroatische Küste - Wettervorhersagen, die aktuelle Bewölkungssituation, den zu erwartenden Wellengang und Strömungsverhältnisse sind auf einen Blick grafisch aufbereitet.

Die Anwendung stellt außerdem alle Kontaktdaten der Hafenbehörden, Ankerplätze und Tankstellen sowie Koordinaten der wichtigesten Navigationspunkte wie Leuchttürme bereit. So lassen sich Nachtliegeplätze und auch Versorgungsstopps zuverlässig planen.

Aber: Diese App ersetzt auf keinen Fall die solide, navigatorische Vorbereitung der Tagesroute. Sie ist aber als Diskussionsgrundlage im Familienkreis sehr nützlich.

Michael Dunke, CEO bei Universal McCann (UM) und President and CEO von MAP Deutschland, Frankfurt, empfiehlt: Silicon Valley

Michael Dunke, CEO bei Universal McCann
Michael Dunke, CEO bei Universal McCann


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Ein langweiliger Urlaub in Kalifornien? Im Napa Valley Weintrinken oder die Hügel von Los Angeles bewandern? Warum nicht mal etwas Anderes versuchen und die (Wirtschafts)Geschichte der fünft-größten Wirtschaftsmacht der Welt erleben?

Die iPad App Silicon Valley macht genau das möglich. Sie macht auf beeindruckende Weise die Geschichte des Standorts Silicon Valley greifbar. Gleich ob Firmensitze der bekanntesten Unternehmen, Hintergrundinformationen zur Region oder Unternehmenshistorien - der Nutzer bekommt alles auf einen Blick grafisch hochwertig präsentiert.

Wer sich für einzelne Unternehmen der boomenden Region interessiert, hat einen Riesenspaß daran, wichtige Orte wie die Apple Garage zu finden und auch andere bekannte Adressen wie Microsoft, Google, Facebook oder Hewlett Packard abzufahren. Eine schöne und interessante Idee, die für Kurzweile in einem entspannten Urlaub sorgt.

Andreas Liehr, Geschäftsführer Huth + Wenzel, Frankfurt, empfiehlt: Relax Melodies

Andreas Liehr, Geschäftsführer Huth + Wenzel
Andreas Liehr, Geschäftsführer Huth + Wenzel


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Wer hat das noch nicht erlebt: ein wunderschönes Hotelzimmer, Balkon mit traumhaftem Ausblick und ein riesiger Pool - wäre da nicht mein Nachbar, die Baustelle. Die Entspannung ist dahin: Statt des sanften Meeresrauschen stößt sich der Sound des Vorschlaghammers immer weiter in mein Trommelfell hinein. Was tun?

Ich setze meine Kopfhörer auf, starte die kostenlose App Relax Melodies und wähle aus 46 Sounds ein paar entspannte Klänge: das meditative „Ooooommmmm" eines Mönchs-Chors, leise prasselnde Regentropfen oder lieber doch das beruhigende Rauschen des Windes über den Ozean. Und plötzlich ist alles nur noch halb so schlimm: der Vorschlaghammer wird zum Schmetterling und laute Bauarbeiter zu seichten Windböen.

Stephan Horvath, President Draftfcb München, empfiehlt: Dive Log Book

Stephan Horvath, President Draftfcb München
Stephan Horvath, President Draftfcb München
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Als passionierter Taucher liebe ich es, durch Riffe in tropischen Gewässern zu gleiten: Getragen von fast schwereloser Ruhe, umgeben von leuchtend-bunten Fischen und großartigen Korallenformationen. Weit weg von Telefon, Handy und Laptop in einer ganz anderen Welt - hier kann ich total entspannen.

Meine Lieblings-iPad-App Dive Log Book von Scubapro liefert mir dazu hilfreiche Infos: Tauchwetterberichte, Temperatur, Wellenhöhe und -stärke, weltweit. Aber am meisten schätze ich ihre Funktion „DiveLogBooks". Damit kann ich Daten von meinem UWATEC-Tauchcomputer übernehmen und noch lange nach dem Auftauchen meine Tauchgänge nachvollziehen - von der Tauchtiefe bis zu Luftverbrauch und Herzfrequenz.

Und wenn ich die Daten ins iPad einlese, kann ich meine Tauchtechnik verbessern und die schönen Erinnerungen für mich bewahren oder mit Freunden teilen.

 Wolfgang Kinkel, Geschäftsführer opus 5, Dreieich, empfiehlt: 20 Chinups

Wolfgang Kinkel, Geschäftsführer opus 5
Wolfgang Kinkel, Geschäftsführer opus 5


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Die App, die schon vor dem Urlaub zum Einsatz kommt! Nur 30 Minuten pro Woche reichen, dem Trainingsprogramm der App zu folgen und nach sechs Wochen bereits 20 Klimmzüge am Stück zu schaffen.

So fit und trainiert steht doch dem perfekten Urlaub nichts mehr im Wege.

Zur App gehört ein Eingangstest, an dem sich das individuelle Trainingsprogramm ausrichtet.

Stephan Lämmermann, CTO KKLD, Berlin/New York, empfiehlt: Viddy

Stephan Lämmermann, CTO KKLD
Stephan Lämmermann, CTO KKLD


Die kostenlose iPhone-App Viddy lässt die herkömmliche Postkarte ziemlich alt aussehen. Mit Viddy können Reisende 15-sekündige Clips als personalisierte Video-Botschaft an die Daheimgebliebenen schicken.

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Spezielle Filter, die der Nutzer in der Nachbearbeitung über das Video legt, verleihen den Bildern das gewisse Etwas. Man muss also kein Profi sein, um einen gelungenen Clip zu drehen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Soundtrack für das eigene Video auszuwählen und so den Feriengruß mit musikalischer Untermalung an die Liebsten zu schicken. Der Film kann nämlich sofort mit Familie und Freunden geteilt werden und somit gilt Viddy jetzt schon als Instagram der Video Apps. Wer also gerade die Koffer packt, sollte auf jeden Fall im iTunes Store vorbeischauen und sich Viddy sichern.

Felix Stöckle, Managing Director Landor Associates, empfiehlt: airbnb

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Meine neue Lieblings-App ist airbnb: Der Freundin zum Geburtstag einen Flug nach New York schenken und dann gemeinsam von unterwegs schauen, wo man eigentlich übernachten könnte. Das ist 'Ethnographic Research' in Reinkultur.

Übernachten wir bei dem Banker mit der schicken Wohnung in Chelsea, bei dem schwulen Designer mit den abgefahrenen Möbeln aus der Lower East Side oder doch lieber bei der erleuchteten Yoga-Lehrerin mit ihrem Loft in Williamsburg? Die Bilder einer Wohnung sagen oft mehr über die Menschen und Orte, an denen sie leben, als es irgendeine Hotelbeschreibung je könnte.

Dazu kommt der Kitzel, wo man tatsächlich landen wird, und das Gefühl, dass man sich als Gast fühlen kann, anstatt als schnöder Mieter eines Zimmers. Ganz abgesehen von all den Tipps, die man am Küchentisch bekommen wird. Denn wer kann einem besser die wirklichen 'Hidden Secrets' einer Stadt verraten, als die Menschen, die dort leben. Den Travel Guide bekommt man also schon automatisch dazu. Und wer weiß, vielleicht schließt man sogar neue Freundschaften für's Leben. Was für eine schöne Vorstellung, wenn man erst einmal die Angst überwunden hat, bei seltsamen Leuten mit schmutzigen Toiletten und Kakerlaken im Küchenschrank übernachten zu müssen. hor 
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