Umbau bei Pro Sieben Sat 1: Bartl wird Managing Director / Proff führt Pro Sieben

Montag, 05. Mai 2008
Andreas Bartl übernimmt direkte Verantwortung für Pro Sieben Sat 1
Andreas Bartl übernimmt direkte Verantwortung für Pro Sieben Sat 1

Pro Sieben Sat 1 zieht nach den schlechten Quartalszahlen weitere personelle Konsequenzen: Andreas Bartl wird ab sofort Managing Director German Free TV des TV-Konzerns. Er übernimmt damit die Gesamtverantwortung für die Sender Pro Sieben, Sat 1, Kabel Eins und N24. Nachfolger von Bartl als Geschäftsführer von Pro Sieben wird Thilo Proff. Der 42-Jährige war bislang stellvertretender Geschäftsführer des Senders. Bartl wird einem Gremium aus Content-Managern vorstehen, die die Programmbereiche senderübergreifend koordinieren sollen. Die Content-Manager sollen als Kreativteam sicherstellen, dass die Sender in den jeweiligen Programmbereichen über die attraktivsten Inhalte verfügen und so ihre Wettbewerbsposition verbessern können.

Thilo Proff steigt zum Chef von Pro Sieben auf
Thilo Proff steigt zum Chef von Pro Sieben auf
Joachim Kosack, Leiter Fiction bei Sat 1, ist für Fiction verantwortlich. Thomas Zwießler, Chefredakteur von Pro Sieben, verantwortet Infotainment & Magazine. Michael Schmidt, stellvertretender Leiter Unterhaltung bei Pro Sieben, übernimmt die Koordination für Unterhaltung. Alle drei üben ihre neue Funktion als Koordinatoren zunächst zusätzlich zu ihren Aufgaben bei den jeweiligen Sendern aus.

"Content und starke Sendermarken sind unsere wichtigsten Erfolgsfaktoren im Wettbewerb“, erklärt Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der Pro Sieben Sat 1 Group: „Um das nachhaltige Wachstum der Sender zu sichern, habe ich entschieden, die Organisation der Senderfamilie noch stärker auf Programm und Marken auszurichten.“

Durch die neue Koordination soll die Programmentwicklung weiter verbessern und die Profile der Sender entsprechend ihrer Zielgruppen sowohl im Fernsehen wie auch im Internet geschärft werden. Auf das neue Gremium wartet eine heikle Aufgabe: Vorstandschef de Posch hat dem kriselnden Konzern ein Sparprogramm in Höhe von 70 Millionen Euro auferlegt. Alleine 50 Millionen soll im Programm eingespart werden. Um die vorhandenen Mittel und Programme wird in Zukunft damit wohl härter gerungen werden als je zuvor.
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