Umbau bei Gruner + Jahr: Belegschaft droht massiver Stellenabbau

Donnerstag, 20. Juni 2013
Am Hamburger Baumwall bleibt wohl kein Stein auf dem anderen
Am Hamburger Baumwall bleibt wohl kein Stein auf dem anderen
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Stellenabbau Gruner + Jahr G+j Umbau Verlagshaus Spekulation


Gruner + Jahr steht ein massiver Personalabbau bevor. Offiziell will das Hamburger Verlagshaus derlei Spekulationen zwar nicht kommentieren. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass G+J kräftig Federn lassen muss. In den plausibelsten Szenarien ist die Rede von 300 bis 400 Stellen, sukzessive in den kommenden drei bis fünf Jahren. Ob das allein mit Fluktuation, Vorruhestandsregelung und ähnlichen Methoden zu schaffen ist oder ob G+J kündigen muss, ist unklar.
Muss bald harte Einschnitte verkünden: G+J-Chefin Julia Jäkel
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Betroffen sind wohl alle Bereiche auch die Redaktionen. Ein guter Chefredakteur müsse nicht mehr wie früher nur ein gutes Blatt machen, sondern auf effiziente Weise ein gutes Blatt machen, wird Produkt-Vorstand Stephan Schäfer zitiert. Andererseits sollen Redaktionen, Vermarktung und Vertrieb innovativer sein und mehr, viel mehr, aus ihren Marken herausholen. Specials, neue Produkte, Print und Digital. Dies gelte auch für Themen, die mangels Masse oder digitaler Expansionsmöglichkeiten nicht zu einer der vier Communities of Interest (CoI) Kochen, Living, Family und Beauty & Mode gehören, auf die sich G+J neben dem Stern konzentriert, also etwa Reise und Wissen. Zumindest das macht es vorerst unwahrscheinlich, dass Marken, die sich keiner der vier CoI zuordnen lassen, zur Disposition stehen.

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Jedoch gilt es mittlerweile als sicher, dass die beiden Verlagsgruppen Agenda ( Stern , Geo ) und Life (Frauen- und Living-Titel) zugunsten einer CoI-Struktur aufgelöst werden. rp/mas
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