Umbau bei G+J: Verhandlungen mit Betriebsrat beginnen

Freitag, 10. Juli 2009
Gruner + Jahr-Vorstand und Konzernbetriebsrat wollen verhandeln
Gruner + Jahr-Vorstand und Konzernbetriebsrat wollen verhandeln

Bei Gruner + Jahr in Hamburg beginnen in der kommenden Woche (15. Juli) die Verhandlungen zwischen Konzernleitung und -betriebsrat über die anstehenden Umstrukturierungen, mit denen Europas größtes Zeitschriftenhaus auf die Wirtschafts- und Werbekrise reagieren will. Dies geht aus einem Informationsschreiben des Konzernbetriebsrats an die G+J-Mitarbeiter hervor, das HORIZONT.NET vorliegt. Ziel sei es, mit dem Vorstand "über Möglichkeiten zu verhandeln, wie die Arbeitnehmer von G+J zur Stabilisierung des Geschäfts beitragen können", heißt es in dem Schreiben. Dabei solle die Beschäftigungssicherung im Mittelpunkt stehen. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die "Krise nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell bewertet werden muss", schreibt der Konzernbetriebsrat.

Mancher Mitarbeiter liest diese Passagen als offizielles Signal der Bereitschaft für konditionelle Zugeständnisse um der Arbeitsplatzsicherung willen; die Bewertung fällt indes unterschiedlich aus. Ein G+J-Sprecher möchte sich grundsätzlich nicht zu möglichen, angekündigten oder laufenden "betriebsinternen Gesprächen und Verhandlungen" äußern. Wie bereits berichtet, eruiert G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz derzeit alle Möglichkeiten zur Kostensenkung. Im Gespräch - und teilweise bereits begonnen - sind Zentralisierungen und Outsourcing in Bereichen wie Vermarktung, Marketing, Redaktionen, Stabsstellen und Verwaltung sowie der Verkauf oder die Einstellung einzelner Titel. rp
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